Neuer Manager soll Tourismus ankurbeln

Seiffen erhält für kreisübergreifendes Projekt Fördergeld

Seiffen.

Das landkreisübergreifende Tourismusprojekt von Seiffen, Neuhausen, Sayda, Rechenberg-Bienenmühle, Mulda und Dorfchemnitz nimmt Konturen an. Seiffens Bürgermeister Martin Wittig habe die beantragten Fördermittel bewilligt bekommen, mit der ein neuer Manager finanziert werden soll.

Im vergangenen Jahr schlossen sich die sechs Kommunen zu einem touristischen Pilotnetzwerk zusammen, um neue Angebote zu schaffen, die mehr Gäste in die Region locken sollen. Dabei helfen soll ein Experte: ein Tourismusmanager. Mit dem Förderbescheid könne die Stelle nun ausgeschrieben werden. Bereits im nächsten Monat sollen Bewerbungsgespräche folgen. Je nach Kündigungsfrist sei eine Einstellung spätestens bis zum 1. Januar 2021 geplant, erklärt Wittig. Der neue Angestellte soll touristische Angebote der sechs Projektpartner planen, organisieren, vermarkten und durchführen. Zu den weiteren Aufgaben gehören Netzwerkarbeit und das Einbringen neuer Ideen. Zudem gilt der Tourismusmanager als Ansprechpartner für Gäste, Gastronomen und Geschäftsinhaber. Wo genau er künftig sitzen wird, steht noch nicht fest. Ein zentraler Ort wäre von Vorteil, weshalb Wittig Neuhausen oder Rechenberg-Bienenmühle vorschlägt. Die Stelle ist zunächst auf 1,5 Jahre befristet und wird zu 80 Prozent gefördert. Den Eigenanteil teilen sich die sechs Kommunen.

Einziger Wermutstropfen: Heidersdorf, das sich ursprünglich an dem Projekt beteiligen wollte, bleibt außen vor. Grund: Der Ort liegt nicht im Fördergebiet. Seiffen ist die einzige Gemeinde, die zur Leader-Region "Silbernes Erzgebirge" gehört. Alle anderen befinden sich in Mittelsachsen und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Neben dem Tourismusmanager wollen die sechs Kommunen Gästen auch bessere Wanderwege bieten. Ein Büro aus Bielefeld lässt aktuell für fast 37.000 Euro ein Kernwanderwegekonzept erstellen. Es soll bis Mitte 2021 fertiggestellt sein und eine komplette Dokumentation aller Wege, Schilder und Bänke auf Basis von GPS-Daten liefern. Ziel: weniger, dafür aber bessere Wege in einem gemeinsamen Netz, das einheitlich saniert und beschildert wird.

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