Schmucke Ortsmitte ziert Venusberg

Am Sonntag ist der neu gestaltete Dorfplatz eingeweiht worden. Noch wirkt er etwas steril, doch die Begrünung ist fest eingeplant.

Venusberg.

"Vielleicht wächst mit dem neuen Dorfplatz auch der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft. Der Platz jedenfalls sei hübsch geworden, zu hoffen sei, dass er gut genutzt wird, sagte Kerstin Müller. Die Venusbergerin war eine von vielen Einwohnern und auch Ortsfremden, die am Sonntag sehen wollten, was nach vielen Jahren Planung in einer relativ kurzen Bauzeit seit April entstanden ist. Und das ist ein gepflasterter Platz in der Ortsmitte, direkt am Zusammengehen der Straßen nach Drebach, Gelenau und Scharfenstein.

260.000 Euro hat der Umbau zum Dorfplatz gekostet, zehn Prozent davon kommen von der Gemeinde, der Rest wird vom Freistaat Sachsen gefördert. "Direkter geht es nicht, hier ist ganz einfach die Ortsmitte", sagte Gerhard Aurich, der von diesem Projekt als seinem "Steckenpferd" sprach und von einem Traum, der in Erfüllung gegangen sei.

Eine Einkaufsmöglichkeit besteht dank des Bürgerladens "Wilde Hirse" gleich neben dem Platz, der Jugendclub hat sein Domizil einen Schritt weiter im alten Gasthof gefunden. Derzeit erscheint der Platz allerdings noch etwas steril. "Das wird sich ändern. Das heiße Wetter in diesem Jahr hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagte Christa Richter. Rings um den neuen Dorfplatz kommen Sträucher und Blühendes in die Erde, eine Winterlinde soll im Oktober gepflanzt werden. Christa Richter ist Ortsvorsteherin, zudem eine Venusbergerin aus ganzem Herzen, wie sie betont, und sie ist froh über das, was entstanden ist. "Das war mal eine ganz große Dreckecke. Die Hälfte war Wildwuchs, da standen zwei Garagen. Es war einfach kein schöner Anblick. Jetzt sind wir gerüstet für Feiern, Elektro- und Wasseranschlüsse sind vorhanden und zu hoffen ist, dass nicht nur das jährliche Pyramidenanschieben auf dem Platz stattfindet", sagte die 69-Jährige. Matthias Beck, Bürgermeister in Venusberg von 1992 bis 1998, glaubt, dass der neue Ortskern angenommen wird. "Die Planungen dafür begannen schon mit Kurt Scheffler, meinem Vorgänger. Damals war noch das Rittergut mit integriert, leider ist da nichts daraus geworden. "Ich glaube aber nicht, dass der Platz ungenutzt bleiben wird."

Für eine kleine Gemeinde wäre das Projekt nicht zu stemmen. "Das ist erst möglich geworden durch den Zusammenschluss mit Scharfenstein, Grießbach und Drebach. Damit sind aber auch die Ansprüche gestiegen", so Gerhard Aurich.

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