Das Wissen aus dem Morgenland

Betrachtet man die islamische Welt, so hat der Westen beim wissenschaftlichen und technischen Fortschritt eindeutig die Nase vorn. Doch das war nicht immer so: Im "Goldenen Zeitalter" waren die muslimischen Wissenschaftler Weltspitze.

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    08.02.2015

    Die Behauptung "Im 'Goldenen Zeitalter' waren die muslimischen Wissenschaftler Weltspitze" trifft so nicht zu.
    Es waren arabische Gelehrte, die überlieferte antike Schriften übersetzten, das Wissen durch eigenen Forschungen ergänzten und weiterverbreiteten.

    Die damit verbundene Blüte in Wissenschaft, Kunst und Kultur erfolgte jedoch bis etwa zur Jahrtausendwende nicht unter dem Islam als übergeordnete Weltanschauung.
    Neue wissenschaftliche Quellenstudien legen nahe, dass die Islamisierung weiter Teile Persiens erst über 300 Jahre nach Mohammed (570 - 632) erfolgte.
    Fehlendes islamisches Schriftgut sowie christliche Inschriften und Münzfunde aus jener Zeit belegen dies.
    Die arabische Erfolgsgeschichte hat es tatsächlich gegeben, es war aber keine muslimische.

    Der Gelehrte und Mediziner Abu Ali ibn Sina, bekannt als Avicenna (ca. 979 - 1037), war buddhistisch geprägt und seit dem Alter von 22 Jahren
    auf der Flucht vor islamischen Verfolgung. Er führte ein unislamisches Leben, war Wein, Weib und Gesang zugeneigt.
    Zudem nutzte er die Sektion von Toten zu Forschungszwecken, auch wenn er sich damit über die Vorschriften des Koran hinwegsetzte.

    Der Koran beansprucht, sämtliches für den Menschen überhaupt zugängliche Wissen aller Lebensbereiche, also auch der Wissenschaft, bereits zu enthalten,
    wodurch der Besitz von dazu im Widerspruch stehenden Büchern von der herrschenden Geistlichkeit fortan als gotteslästerlich verboten wurde.
    Bücherverbrennungen prägten das Ende des 'Goldenen Zeitalters' und jegliche Weiterentwicklung erstarrte unter den Dogmen der islamischen Glaubenslehre.
    So wurden große Teile der Schriften des Physikers und Optikers Ibn al-Haiham, geb. 965, in Europa bekannt als Alhazen, als gegen den Koran gerichtet verbrannt.

    Selbst heute noch sind religiöse Dogmen für die Rückständigkeit und verbreitete Armut in islamisch geprägten Ländern ursächlich.
    Eine Renaissance des 'Goldenen Zeitalters' kann nur durch radikale Reformen und die Trennung von Staat und Religion gelingen.
    Die moderne Türkei seit Atatürk legt davon Zeugnis ab.

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    gelöschter Nutzer
    08.02.2015

    "Ob Wissenschaft erfolgreich ist oder nicht, hängt nicht von der Religion ab..."

    Na ja, wenn man bedenkt, was Wissenschaftler durchmachen mussten, bis sich die Erde um die Sonne drehen durfte, klingt der Satz nicht überzeugend.

    Was ich mich frage ist, warum (vor allem seit die Islamismus und Pegida Diskussionen aufgekommen sind) in den Artikeln, die einen Bezug zum Islamismus haben, so regelmäßig, dass es schon auffällig ist, versucht wird, der Religion als solcher ein weißes Gewandt naiver Unschuld umzuhängen.

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    Hübnererich
    08.02.2015

    Solange das gesellschaftliche Klima in muslimischen Ländern nicht vom Allmachtsanspruch des Islam und damit seiner Quelle dem Koran befreit ist, wird die Wissenschaft ein klägliches Dasein in diesen Staaten fristen. Allein schon die Tatsache, dass ca 50% der Bevölkerung in Islam-dominierten Ländern, nämlich den Frauen, der Zugang zu Bildung und selbstbestimmten Lebens verwehrt wird, ist eine der Ursachen für die inovative Rückständigkeit. Es ist schon regelrecht peinlich, wenn als Beispiel für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Islams, immer wieder die arabischen Zahlen ( die übrigens aus Indien stammen) zitiert werden.

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    St0nemender
    07.02.2015

    Die Aussage, dass nicht von der Religion abhängt stimmt nur so halb. Fakt ist, dass der Niedergang der arabischen Forschung mit der Erstarkung der religiösen Hardliner einher ging. Alle Religionen (auch das Christentum) sind im Kern faschistisch und innovationsfeindlich.

    Wenn die Vertreter der Kirchen zuviel Einfluss auf die Gesellschaft nehmen bricht Innovation zusammen. Ob wir da über das goldene Zeitalter der arabischen Forschung sprechen oder über das europäische Mittelalter.

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    gelöschter Nutzer
    07.02.2015

    Das Land des Morgens könnte schon wesentlich weiter sein. Leider haben die Bilderverbote mMn viel eingeschränkt.
    Erst wars das Verbot Bilder von Mohammed zu machen. -vernünftig vom M. Damit seine 'Fans' nicht ihn sondern Allah anbeten.
    Das wurde aber von sogenannten "Gelehrten" auf alles Mögliche ausgedehnt. Alles was ne Seele hat.
    Somit waren Naturwissenschaften eingeschränkt. Bio & Geo -alles Gottes Werk.



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