Fotokünstlerin Evelyn Richter erhält ersten Becher-Preis

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Stadt Düsseldorf vergibt erstmals einen nach den Fotokünstlern Bernd und Hilla Becher benannten Preis. Den mit 15 000 Euro dotierten Preis für ihr Lebenswerk erhält die in Bautzen geborene Fotografin Evelyn Richter (90), wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Die Jury erklärte, als visuelle Chronistin richte die lange in Leipzig tätige Fotokünstlerin den Blick auf ostdeutsche Arbeits- und Alltagswelten. «In ihrer Offenheit und Unvereinnahmbarkeit liegt die große Aktualität von Evelyn Richters fotografischer Haltung», lautete die Begründung.

Der mit 5000 Euro verbundene Förderpreis wurde dem Briten Theo Simpson (33) zugesprochen. Die Preise sollen alle zwei Jahre vergeben werden. Der genaue Termin der Verleihung an die ersten beiden Preisträger steht noch nicht fest.

Die Künstler Bernd (1931-2007) und Hilla (1934-2015) Becher wurden mit Fotos von menschenleeren Industriebauten berühmt. Sie gründeten die Düsseldorfer Schule und waren Lehrer später selbst weltbekannter Künstler wie Andreas Gursky. Der Jury gehören unter anderem Felix Krämer, der Chef des Museums Kunstpalast, der Sohn der Namensgeber des Preises, Max Becher, sowie Vertreter internationaler Museen an.

Düsseldorf bemüht sich um den Zuschlag für ein neues Bundesinstitut für Fotografie. Allerdings hat eine von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) einberufene Expertenkommission kürzlich Essen als Standort empfohlen.


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