Ich doch nicht?

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Mit der aktuellen Debatte um Rassismus in den USA, die eine strukturelle Ungleichbehandlung auch in anderen Teilen der westlichen Welt offenlegt, steht für viele Menschen auch persönlich die Frage: Wieviel Rassismus steckt in mir selbst? Und: Was kann ich dagegen tun?

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44 Kommentare

Warum wir unsere Kommentarfunktion auf der Homepage deutlich einschränken

  • 3
    0
    klapa
    08.06.2020

    Die landläufige Einstellung, wenn es um Rassismus geht, wird er in der Regel von Menschen weißer Hautfarbe praktiziert.

    ‚Dass der Rassismus am Kap heute ganz überwiegend von den einst Unterdrückten ausgeht, kann viele Beobachter nicht überraschen’ –

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/suedafrika-der-rassismus-am-kap-geht-von-den-einst-unterdrueckten-aus/11652478-2.html?ticket=ST-439469-tbf7Z2ed7WLNt0DkyeN2-ap5

    Es gibt offenbar auch den Rassismus umgekehrter Art.

  • 3
    0
    Malleo
    08.06.2020

    Folgt man den Ausführungen des Verfassers bis zu den „scharfen Kanten“ des Schubladendenkens, findet sich jeder hier mehr oder weniger wieder.
    „Rassismus als grobe Ungerechtigkeit und dumme Überzeugung einzelner Rassisten!“, ein markanter Einwurf.
    Weitere steile Thesen sind neben der Tatsache, dass es, wissenschaftlich belegt, offenbar keine Rassen gibt aber dennoch Rassismus(???), dieser nur in westlichen Kulturen anzutreffen ist und selbst Nichtrassisten zum Rassismus beitragen!
    Leider fehlen mir in der Folge die nichtrassistischen Handlungsanweisungen, wenn ich wieder „unter Menschen“ gehe aber vorher Herrn Google befragen sollte.
    Der Verfasser verrät sie jedenfalls nicht oder er ist selbst unwissend.
    Es bleibt also über Stolpersteine zu diskutieren und das kann recht schnell auf Einhaltung allgemein anerkannter Regeln im gesellschaftlichen Umgang wie Höflichkeit, Respekt, selbstloses Verhalten, Hilfsbereitschaft, ohne die Freiheiten innerhalb einer individualisierten Gesellschaft aufgeben zu müssen, reduziert werden.
    Ist ein Individuum aber schon wieder Schublade?
    Wünscht sich der Autor gar eine uniformierte Gesellschaftsform, wie sie linke Antifaschisten anstreben?
    Kennen wir das nicht schon und haben diesen Gesellschaftsentwurf auf den Müllhaufen der Geschichte befördert?
    Wenn Kulturen auch Schubladen sind, muss die Frage erlaubt sein, warum Kulturgüter dann ein Teil unserer Identität sind? (MP Kretschmer)
    Wer sich dagegen mit Kulturgütern aus „anderen Erdteilen“ nicht identifizieren kann oder mag, weil sie ihm nichts sagen (Kulturbanause), ist er deshalb ein Rassist?
    Das kann man wahrlich nur mit viel Humor ertragen!
    Die eingangs vom Verfasser gestellte Frage: „Wie viel Rassismus steckt in mir selbst“, vermittelt (leider) den Eindruck, dass sich landläufig Rassisten offensichtlich durch eine weiße Hautfarbe auszeichnen?
    (Erfahrungen zu Diskriminierung „weißer Frauen“ durch nichtweiße Geschäftsführer im abhängigen Arbeitsverhältnis liegen vor!)
    Wenn Frau Kahane heute noch bedauert, dass es das größte Versäumnis der Politiker war, dass Mitteldeutschland in der Hautfarbe der Menschen viel zu hellhäutig blieb, ist das natürlich dumm, zeigen doch gerade Gesellschaften mit weniger bis stark pigmentierten Menschen, dass dort der strukturelle Rassismus besonders ausgeprägt ist und- siehe USA- durchaus das Potential für einen Bürgerkrieg liefert.
    Wenn Altkanzler Schmidt in diesem Zusammenhang (oder auch Ch.de Gaulle) über multikulturelle Gesellschaften nachdenken und recht schlüssig feststellen, dass diese eine Illusion von Intellektuellen sind, stellt sich die Frage: Waren beide Rassisten?
    Wohl nicht.
    Insofern ist es jedem selbst überlassen, diesen Ausführungen zu folgen oder einmal mehr zu diesem Thema festzustellen: „Druckerschwärze auf Papier“ (Bismarck).

  • 1
    1
    klapa
    08.06.2020

    ‚… steht für viele Menschen auch persönlich die Frage: Wie viel Rassismus steckt in mir selbst? Und: Was kann ich dagegen tun?’ - Geht die Frage nur an die Leser, oder gilt die Fragestellung für den Autor auch?

    In der Situation, in dem ich einem Menschen begegne, spielt der Begriff des Rassismus, für diesen Fall eine wenig weit hergeholt, keine Rolle.

    Hier geht es um gegenseitige Wertschätzung, Anerkennung der möglicherweise politisch unterschiedlich ausgerichteten Standpunkte und wechselseitige Achtung, die sich im Ton der Debatte widerspiegelt.

  • 2
    0
    Freigeist14
    08.06.2020

    "...steht für viele Menschen auch persönlich die Frage ." Nein ,das tut sie nicht . Entweder ich begegne allen Menschen mit dem gleichen Respekt oder nicht . Die Frage nach Arm und reich , nach Klassenunterschieden und der fehlenden Chanchengleichheit wird dabei völlig ausgeblendet .