Leipziger Jahresausstellung bislang ohne Zwischenfälle

Leipzig (dpa/sn) - Die Leipziger Jahresausstellung ist bislang friedlich verlaufen. Etwa 2500 Besucher besuchten die Schau seit Mitte Juni, sagte Sprecherin Katrin Haucke am Freitag. Anfeindungen habe es keine gegeben, einzelne Besucher hätten das Gespräch zu den Querelen im Vorfeld der 26. Leipziger Jahresausstellung gesucht.

Nach Ärger um politische Aussagen des Malers Axel Krause war dieser ausgeschlossen und die Schau zunächst abgesagt worden. Auslöser sei ein Facebook-Beitrag gewesen, in dem er sich als «entarteten Künstler» bezeichnete, erklärte Rainer Schade, Vorsitzender des Vereins Leipziger Jahresausstellung. Das NS-Vokabular habe zur Entscheidung geführt. Der 60 Jahre alte Maler ist außerdem Mitglied des Kuratoriums der von der AfD gegründeten Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Am Freitag wurde der mit 10 000 Euro dotierte Preis der Leipziger Jahresausstellung an den Leipziger Künstler Björn Siebert verliehen. In der Begründung der Jury hieß es: «Die berührend fotografische Inszenierung, die durch die Hängung an das Urteil des Paris erinnert, zeigt das gegenwärtige Problem von Körperlichkeit im Spannungsfeld zwischen Bloßstellung und Selbstdarstellung in Social Media.»

Die Leipziger Jahresausstellung, die der gleichnamige Verein organisiert, ist noch bis Sonntag in der Leipziger Baumwollspinnerei zu sehen.

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