Mensch, Steimle!

Uwe Steimle ist ein wandelnder Widerspruch. Der Kabarettist sagt, er wähle links. Er inszeniert sich als Feingeist, Gefühlsmensch und "Volkes Stimme", bedient mit seinen Pointen aber auch Ressentiments. Warum macht er das?

Chemnitz.

Im ostalgischen Pionierhaus-Ambiente des Chemnitzer Kraftwerks setzt Uwe Steimle zur Erklärung seines T-Shirts an, das er natürlich "Nicki" nennt, wie früher. "Ich denke mir die selber aus, klar. Heute trage ich zum Beispiel ,Fein-K-Ost', also ,Fein' und ,Ost', das ,K'-Symbol dazwischen hab ich mir vom Konsum geborgt. Der wollte damit aber nichts zu tun haben, deshalb weht der Rauch vom K bei mir in die andere Richtung!" Neben Steimle kramt Uwe Dziuballa in einem Packen Wäsche. Der Inhaber des Chemnitzer jüdischen Restaurants "Shalom", der Kippa trägt, hält bald ein weißes, bald ein grünes Steimle-Nicki hoch, ehe er die Gretchenfrage vom Stapel lässt: "Und wie war das mit dem ,Kraft durch Freunde'-Shirt?" Dziuballa hält es hoch. "Kraft durch Freude" war eine NS-Organisation. Leises Gegrummel im Publikum: Darf man da lachen?

Ein Foto von Steimle, der dieses Hemdchen trug, war vor Wochen auf dem Facebook-Account eines Meißner CDU-Politikers aufgefallen. Das Bild erntete Kritik, Steimle zusätzlich Bestrafungsphantasien. So war es ihm zuletzt öfters ergangen: Man wirft ihm Verharmlosung des Nationalsozialismus vor, fordert Bildschirmverbot im MDR. In manchen Ecken der sozialen Medien ist Steimle sogar Staatsfeind Nr. 1. Hier im Kraftwerk bringt ihn das nicht in Verlegenheit. Uwe Dziuballa, der Gastgeber des Abends, ist sein Freund. Gemeinsam reisen sie dieser Tage durch Israel. "Ich habe dir das Nicki damals mitgebracht", sagt Steimle zu Dziuballa, der nickt. "Du hast es sofort angezogen. Ich habe es auch Walter Niklaus gezeigt, Schauspieler, 94 Jahre, der noch Kriegsteilnehmer war und zu mir sagte: Das kann man machen. Wir haben darüber gelacht. So, wie es richtig ist."

Er habe dem belasteten Spruch durch Hinzufügung eines Buchstabens eine neue, andere Bedeutung geben wollen. Das ist es, was Wortkünstler tun, mal gut, mal weniger gut. Inmitten der Aufregung, sagt Steimle, habe er dann erfahren, dass ein ausgewiesener Nazigegner, der Kabarettist Werner Finck, diesen Spruch als Lebensmotto führte: Kraft durch Freunde.

Finck hatte unter Hitler in einem Konzentrationslager gesessen, ein legendärer Spötter und Individualist. Ein Poltergeist und Querkopf, wie Steimle sie laut Selbstauskunft mag - so Leute wie den Torwart Sepp Maier, der den Stimmungssänger Achim Mentzel einmal vor laufenden Kameras als "volksdümmlich" abgekanzelt hat, oder den Kabarettisten Gerhard Polt, der mitten in der BSE-Krise zu Protokoll gab: "Rindfleisch schmeckt". Nicht um Gefahr zu verharmlosen. Sondern weil auch Hysterie gefährlich ist.

Als das beleumdete Nicki-Foto herum war, so Steimle, habe ihm ein Journalist erklärt, das was er mache, sei "Scheinsatire". "Wort des Jahres!" ruft er im Kraftwerk. "Dann war das ein Scheinjournalist in einer Scheindemokratie, wo der Schein das Bewusstsein bestimmt!" Applaus.

Es ist jetzt ein paar Jahre her, dass Uwe Steimle in seiner eher komfortablen Nische den gemütlichen Sachsen, den ewigen Ossi und, an der Seite des großen Kurt Böwe, einen ziemlich nervösen "Polizeiruf"-Kommissar verkörpert hat, ohne Hasstiraden auf sich zu ziehen. In jenen Jahren führte der frühere "Junge Welt"-Chefredakteur und tiefgründige Interviewer Hans-Dieter Schütt mit Steimle mehrere Gespräche, aus denen dann ein Buch wurde: "Mich fragt ja keener". Damals sagte Steimle: "Ich dreh halt Dinge, die zur Gewohnheit werden, gerne um. Ich will, dass man stockt in einem Gedankengang, der zur Mechanik, zur Phrase geworden ist. Aufstand der Anständigen! Gesicht zeigen! Das sind diese Parolen, die Eindruck machen, das sind Losungen, die wie Lösungen daherkommen, aber die rutschen doch schnell ins routinierte Mund-Werk ab. Das ist über den Weg eines moralisch ehrenwerten Impulses die beste Art, wiederum eine schweigende Mehrheit zu schaffen." Und die schweigende Mehrheit, das hat Steimle für sich erkannt, braucht eine Stimme. Seine.

Berlin, tief im Westen am Heussplatz, wo Dieter Hallervordens Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse" steht, in dem Steimle regelmäßig gastiert und das Haus ausverkauft: Es ist Vorweihnachtszeit, das Programm verkündet harmlos "Hören Sie es riechen", Steimles "Stollenprogramm". Wer sich am Stollen überfrisst, weiß, wie schwer der im Magen liegt. Steimle legt los: "Jeder, der nicht mit Merkel einverstanden ist, ist ein Nazi, ein Rechter oder kommt aus Dresden!" Er reicht Pulmotin zum Beschnüffeln herum und erklärt, statt von "Poschmerzen" zu reden, sage er lieber: "Mir brummt der Arsch!" Den Dresdener Fernsehturm solle man zum Minarett umbauen, von dem "der Muezzin zur Arbeit ruft". Weiter: "Wir sind mit der DDR in Würde gescheitert. Das steht der Bundesrepublik noch bevor." Und fragt: "Darf ich eigentlich noch ,Sultanine' sagen?" - Steimles vielleicht geschmackloseste Witze: Gebt den Friedensnobelpreis dem Mittelmeer, das die meisten Flüchtlinge "aufgenommen" hat (aus "Steimles Welt"). Und das Schauerstück von der angeblichen Notdurft eines Zugewanderten hinterm Domaltar in Freiberg, das Menschenverachtung mit Ekel verknüpft. Das hat er auch in den "Wühlmäusen" gebracht.

Der Schriftsteller Thomas Brussig schrieb 2009 über ihn, bevor die Flüchtlingsankunft die gesellschaftlichen Brüche offensichtlich machte: "Dass Steimle nicht zum Vorzeigesachsen wurde, liegt daran, dass er es vorzieht, hin und wieder auch Ärgernis zu sein." Dieses Muster zieht sich durch Steimles Biografie. Am Staatsschauspiel in Dresden, kurz nach der Wende, erzählte Steimle in Schütts Buch, endete sein Engagement, weil es "zu schwer" gewesen sei, mit ihm zu arbeiten. Das zwang ihn in die Selbstständigkeit. Steimle erfand Günther Zieschong und "Ostalgie", seit 1994 spielte er im "Polizeiruf" mit. Er hatte Auftritte in Edgar Reitz' "Heimat 3" und im Fernsehkabarett neben Georg Schramm und Urban Priol; 2009 wurde er von der Linkspartei zur Wahl des Bundespräsidenten entsandt.

Im selben Jahr endete sein Engagement beim "Polizeiruf". Steimle, offenbar persönlich tief verletzt, zeterte von "Dolchstoß" und "Berufsverbot". Sein letzter Spielpartner, Felix Eitner, hielt das für eine Überreaktion. Steimle verlangte ein öffentliches Streitgespräch mit dem ARD-Programmdirektor auf dem Sendeplatz von "Anne Will". Einen "Querulanten" habe ihn der ARD-Chef genannt, steht in Steimles Buch "Heimatkunde", in dem er dessen Ausdrucksweise mit der Sprache der Nationalsozialisten oder der eines NVA-Politoffiziers verglich. Da war wenig Selbstbeherrschung, wenig Frage nach der eigenen Verantwortung. Schütt gegenüber hatte er immerhin zugegeben, dass er selbst Leute "nur ungern ausreden" lasse.

"Meine Religion ist der Zweifel, meine Kirche ist der Mensch", so deklamiert es Steimle im Berliner "Stollenprogramm". Wegen solcher Reflexionen - berührend, wie er über die eigene Sterblichkeit und Friedhöfe spricht - nennt die Presse ihn gerne mal "Westentaschenphilosoph". Er liebe das Kleine, die Provinzen, das Volk. Problematisch nur, dass es nicht immer so herüberkommt. Wenn er "Frieden" wie eine Monstranz vor sich herträgt und im nächsten Moment fast schon Hassreden hält. Wenn er geifert und sich zum Opfer stilisiert. "Entschuldigen sie meine Echauvivation!"

Steimle sagte einst, dass er "einen Spagat zwischen einem gewissen Anspruch und Kalauern" versuche. Die Angst vorm Kalauer sei "das Grab vieler guter Witze". Man darf annehmen, dass viele der Konflikte um Steimle an jenem Publikum, das ihm ergeben ist, vorbeigehen und es nicht wirklich berühren. Steimle reagiert auf Vorhaltungen auch im Gespräch mit Uwe Dziuballa meist mit (echter oder gespielter?) Naivität, bedankt sich für jede Frage und posiert als Maskottchen der Redefreiheit, das nur "dem Volk aufs Maul schaut". Unersetzlich für die einen, unerträglich für die anderen.

Zuletzt hatte er sich über eine mutmaßliche Chemnitzer Terrorzelle lustig gemacht, die "mit einem Luftgewehr und zwei Cee-Deehs" den Staat hatte aus den Angeln heben wollen. Der Prozess gegen die Gruppenmitglieder wird in diesen Tagen eröffnet. "Hätten die noch zwei Wollmutzeln und zwei Luftballons mitgenommen, hätte ich gedacht, das wäre die Olsenbande", scherzte Steimle. Und der politische Mord am Regierungspräsidenten Walter Lübcke in Hessen? Es sei ihm um die "Umsturzhysterie" gegangen. Den Staat aus den Angeln zu heben, wie geschrieben wurde, habe nicht einmal die RAF geschafft.

"Mit Satire verhält es sich so", sagte Steimle im Kraftwerk: "Wer sich getroffen fühlt, ist gemeint!" Wo sich viele linke und aktivistische Künstler an die Seite der Schwachen und Minderheiten stellen, sieht sich Steimle an der Seite der Stimmlosen. Inzwischen lässt sich selbst ein Altmeister wie Bruno Jonas mit den Worten zitieren, der Meinungskorridor sei eng geworden, man sei "zu sehr auf Linie". Im oft sehr selbstgerechten Milieu linker Gesellschaftskritiker kann Steimle sich zugute halten, andere Akzente zu setzen. Dass er fehlbar ist, nimmt er in Kauf.

Nach dem "Kraft durch Freunde"-Skandal habe ihn die Vorsitzende der Dresdner jüdischen Gemeinde besucht und mit ihm gesprochen: "Sie gab mir auf den Weg, dass so etwas den Falschen in die Hände spielt, das will ich verinnerlichen." Ansonsten gelte auch die Regel: "Der Mensch beweist sich in der Tat."

Und da bezog Steimle bei Dziuballa Position. Der Chemnitzer Restaurantchef hatte ihn als Gesprächspartner zu Fragen des jüdischen Lebens auf die Bühne geholt, sodass Steimle auf Justin Sonder zu sprechen kam, den Auschwitz-Überlebenden aus Chemnitz. "Ich habe darüber nicht groß geredet, aber ich war seit langem der Meinung, dass man Justins Zeugnis aufzeichnen sollte, damit nicht später einer sagt, es habe Auschwitz nicht gegeben. Der Sender hatte kein Interesse, also habe ich das selber gemacht. Und über Umwege kam der Film dann doch zum Fernsehen."

Man müsse so etwas, wenn man sich mit ihm beschäftige, mit in die Waagschale werfen, sagt Steimle. Und sein Freund Dziuballa nickt.

46Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    acals
    20.09.2019

    Also an meine Vorrednder, jedweder Coleur: Ich meine wir stimmen in Bestandsaufnahme überein. Mehr noch - auch im Ziel - einem menschenwürdigen und selbstbestimmten Dasein.

    Es ist Reich der Sage das man an Artur's Hof am Runden Tisch sass, aber genau das war eine -evt. sogar die größte- Errungenschaft der Bürgerbewegung in #89 - der Runde Tisch. Wir wissen, dass wir grundverschieden sind - aber wir wissen das wir zusammengehören. Als Gleicher unter Gleichen.

    Es könnte sich Sarah nochmals aktivieren - es könnte Gregor sein etc - es braucht aber eine Person mit glaubhafter Hausmacht, die den Mut hat in diesem Sinne unkonventionell zu denken/agieren.

    Ich schreib das auch sehr gerne - im Lichte dieser Kommentare soll Gregor doch zB sogar von den Bürgerbewegten in 89 nicht mehr angefeindet werden, sondern willkommen geheissen. Wenn es Gregor dann schafft vom Pult runterzugehen, und im Namen seiner damaligen Partei Unrecht anzuerkennen - ich glaube da gehen neue Türen auf.
    Für den ersten Punkt wäre ich bereit - lieber Gregor, wir freuen uns auf Dein Kommen. Wir finden es historisch ...

  • 4
    3
    Echo1
    20.09.2019

    @Freigeist, Saxon, acals das ist der Kern der Sache ohne Steimle. Das ist die Diskussion, die wir brauchen, aber die für
    die Einflussreichern, Marktheiligen nicht angenehm ist. Ja keine Systemkritik.
    Und die will die AfD auch nicht. Aber nur so
    verändert sich etwas für's Volk. Und hier
    liegt meine Verzweifelung, dass das dieser
    AfD-Wähler nicht sieht. Und das hat nichts
    mit von oben herabschauen auf das untere
    Volk zu tun @Freigeist. Ich begreife auch vieles nicht. Und meine Mitbürger das politische nicht so.

  • 8
    0
    saxon1965
    20.09.2019

    @Freigeist: Vielleicht zwingt uns ja die Umwelt/Klima/Ressourcen bald eine Diskussion auf, weil es so nicht mehr weiter gehen kann.
    Die Mangelwirtschaft der DDR, wenn auch nicht freiwillig, war ein gutes Beispiel dafür, wie man verantwortungsbewusst mit Ressourcen umgehen kann. Umweltschutz war leider, weil er Geld kostete, auch in der DDR eher unpopulär.
    Als letztens Herr Habeck meinte, man könne sich doch auch die Schlagbohrmaschine beim Nachbarn leihen und keine eigene kaufen, um umweltbewusst zu handeln, dachte ich gleich: "Irgendwoher kennst du das!"

  • 6
    3
    Freigeist14
    19.09.2019

    acals@ Sie erwähnten und wünschen eine faire Auseinandersetzung mit den Gründen des Scheiterns des real existierenden Sozialismus. Das wäre wünschenswert. Nur hat daran der Zeitgeist und bekannte Enquete-Kommissionen kein Interesse . Siehe Treuhand - Diskussionen und die bekannte Dreifaltigkeit Mauer-Stasi-Mangelwirtschaft .

  • 14
    1
    saxon1965
    19.09.2019

    @acals: Man könnte meinen, dass die UNO eine solche Institution sein könnte. Leider ist sie nur ein zahnloser Tiger, da ihre eigenen Mitglieder sich nicht an die Charta halten.
    Auf nationaler Ebene denke ich, dass sich das Parteiensystem fürs Regieren disqualifiziert hat. Auch leidet die Demokratie sehr stark darunter, weil es viel zu viele Lobbyisten gibt, die eigentlich regieren.
    Die Alternative? Direktere Demokratie durch und für den Souverän. Bei Wahlen nur Direktmandate, die wiederum ihren Wählern Rechenschaft ablegen müssen und das nicht nur aller vier Jahre und trotz allem Versagens noch mit Pensionsansprüchen und unkündbar usw.
    Natürlich ist das ein sehr weites Feld und sicher nicht einfach das beste System zu generieren. Aber wir sollten anfangen ernsthaft über etwas Neues, ganz Anderes nachzudenken und zu verändern. Nur Wer, Wann, Wo und mit Wem und ich fürchte, es ginge nicht friedlich zu, denn für so manchen Systemnutzerginge es ans "Eingemachte".

  • 9
    0
    acals
    19.09.2019

    @saxon1965: Natuerlich das falsche Thema in diesem Protokoll. Aber wer weiss, unterstellen wir doch Steimle das er zum Nachdenken anregen wollte.

    Ich geb Ihnen komplett Recht mit Ihrer Analyse der heutigen Zeit - mir ging es vor allem darum das moegliche Alternativen von vorneherein umfassend beleuchtet werden. In jedem Fall duerfen sich diese Alternativen dieser Diskussion stellen, das wollen diese wohl auch - denn alternativloses Abarbeiten hatten wir zu lange. Das hat uns dahin gebracht wo wir heute stehen, vgl. Eingangsbemerkung zu diesem Abschnitt.

    Wer kontrolliert, ordnet an, ueberprueft - und muss wem Rechenschaft geben, der ihn auch abloesen/absetzen kann? (person, partei, land, internationaler bund ... ?)

  • 3
    5
    gelöschter Nutzer
    19.09.2019

    @2Plut: Mumpitz. Warum falsch? Bitte zu einem Argument ein Gegenargument.

  • 6
    7
    2PLUTO6
    19.09.2019

    @Echo1:
    Für mich absoluter Mumpitz!

  • 6
    10
    Echo1
    19.09.2019

    @thombo01:
    "Echo....: Natürlich ist er das. Na und?"
    Danke für Ihre Ehrlichkeit.
    Ja, vieles kommt an und manches ist wahr,
    was er sagt. Bsp.: Die Kräne aus DDR-Produktion, die sich in Vietnam immer noch drehen. Deren Dankbarkeit. Die Unwissenheit der "Wessis" darüber.
    Das System der Vertragsarbeiter der DDR,
    die hier nicht bleiben durften und wieder in
    ihr Heimatland zurückmussten. War ja damals in Ordnung. Wäre ja auch gut, wenn
    das auch heute so einfach gehen würde.
    Und jetzt hetzt er gegen Flüchtlinge und ist politisch nicht korrekt, weil das so einfach nicht geht. Krieg in den Ländern, Asylrecht,
    Menschenrechte. Das alles fällt dann bei ihm weg. Und das gefällt dann den AfD-Anhängern.

  • 10
    1
    saxon1965
    19.09.2019

    @acals: Leider ist das hier nicht das Thema. Jedoch empfinde ich es schon als tragisch, dass man sich sowenig, bis auf Ausnahmen (K.Kühnert), damit auseinandersetzt in der heutigen Zeit.
    "Ist das Kapital, sprich der Besitz an PM (und im Sozialismus halt auch der "Besitz an Arbeitern") in einer unkontrollierten Hand und besteht die Aussicht auf hohen Profit - dann wird auch vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht zurückgeschreckt, ..."
    DAS sollte sich ein jeder Verfechter der s. g. Marktwirtschaft bzw. des kapitalistischen Systems verinnerlichen! Die Welt ist voller Beweise und ich befürchte, irgendwann sind auch wir in Europa mal wieder dran.
    Es wird viel zu wenig über wirtschaftliche und gesellschaftliche Alternativen diskutiert, um das Absehbare zu verhindern. Und da reden wir über Alles (Klima, Ressourcen, Frieden...).
    Bei Allem was die Politik momentan versucht, es wird in der Gänze am System scheitern!

  • 3
    18
    gelöschter Nutzer
    19.09.2019

    @HHCL: "Aber klar Echo1. Sie sind hier der einzige mit Durchblick und alle anderen AfD-Anhänger. So wird es sein."

    Hallo? Ich bin auch noch da. Und genieße es sehr, hier der Stachel im Fleische zu sein.

  • 9
    4
    Malleo
    19.09.2019

    Echo
    Nehmen Sie die schwarze Brille ab.
    Sie können dann sehen!

  • 8
    6
    acals
    19.09.2019

    Zu Herrn Steimle selber: Ob der am Ende des Tages noch weiss was er frueh gesagt hat - das moechte ich durchaus anzweifeln. Noch mehr als fuer Politiker gilt fuer Komiker - was interessiert mich mein usw usf

    Ich moechte einen neuen Anlauf nehmen, denn Ihr Kommentar Herr Freigeist zum Ende der DDR find ich bemerkenswert. Ich meine nicht, dass die Idee des Sozialismus unwiederbringlich beschaedigt ist - solange man sich fair mit den Gruenden auseinandersetzt, warum er gescheitert ist. Sie sprechen das Politbuero an - ok - eine wesentliche zu klaerende Frage ist, wer im Sozialismus entscheiden darf, wer das durchsetzt und kontrolliert - und wie mit Widerspruch umgegangen wird.
    Das ist noch lange nicht ausdiskutiert.

    Mein Punkt ist, dass die Ballung von Macht in einem Politbuero - Macht ueber wirtschaftliche Zielentscheidungen, Macht ueber die Arbeitsindividuen an sich - und nun ueberhaupt keine kritische Reflexionsmoeglichkeit von ausserhalb ... dazu fuehrt was Marx ausgefuehrt hat:
    Ist das Kapital, sprich der Besitz an PM (und im Sozialismus halt auch der "Besitz an Arbeitern") in einer unkontrollierten Hand und besteht die Aussicht auf hohen Profit - dann wird auch vor Verbrechen gegen die Menschlicheit nicht zurueckgeschreckt, wie vorgelebt wurde.

    -Ich kann heute als Linkspartei oa als linksstehender viel fordern, durchaus viel Vernuenftiges dabei (Mietpreisdeckelung, durchaus auch Enteignung von Wohneigentum). Aus meiner Sicht bleibt aber offen, wer auf lange Sicht kontrollieren darf und die Hoheit ueber diese Entscheidungen besitzt. Die DDR lehrt zumindest mich, das dies kritisch ist.-

  • 16
    3
    HHCL
    19.09.2019

    Aber klar Echo1. Sie sind hier der einzige mit Durchblick und alle anderen AfD-Anhänger. So wird es sein.

  • 7
    6
    gelöschter Nutzer
    19.09.2019

    Echo....: Natürlich ist er das. Na und?

  • 13
    8
    gelöschter Nutzer
    19.09.2019

    @Echo1, er sagt doch die Wahrheit, aber die ist Ihnen offensichtlich ein Dorn im Auge.

  • 13
    3
    Freigeist14
    19.09.2019

    Echo1@ zeigen mir dann ,das -Rote Daumen- nach meinem Kommentar auch nur einen stichhaltigen Beweis liefern können ,das Steimle sich antisemitisch geäußert hat ? Sie haben recht - scharfe Analysen gesellschaftlicher Verwerfungen sind seine Sache nicht - aber die Pauschalisierung ,mit seinem Bühnen-Programm und seiner MDR-Sendung bediene er AFD - Wähler , ist ein typisches Herabsehen auf vermeintlich einfache Leute . Sie schreiben ,er wäre auf Lacher aus .Was macht denn der Wellness-Comedian Dieter Nuhr ? Von ihm werden sie keine Kritik an der Globalisierung oder Finanzindustrie hören .Kein Linker ! Der Partner in "Steimles Welt", Michael Seidel, ist über jeden Zweifel von "Heimattümelei" erhaben .Die Betonung und Verklärung der Sender-Heimat heißt nicht , sich zu überhöhen oder einen Nationalismus zu schüren .Montag früh können Sie wieder kosmopolitisch unterwegs sein.

  • 12
    1
    nevidimka
    18.09.2019

    Zur Frage "Warum macht er das?"
    Antwort: Weil er es kann. Kunst kommt vom können.

    Bei einigen Kommentaren hier wird einem schauerlich. Irgendwie ist es wohl so, dass es in D nach über 66 Jahren totalitärer Diktaturen wieder mal en vogue ist, wegen eines vermeintlich falschen Witzes, eines gegen dem Sinne der braunen oder roten Faschisten falschen Gedanken als Gedankenverbrecher hingerichtet zu werden.

    Niemand wird gezwungen, Steimle gut zu finden, dann lässt man es halt und wendet sich dem zu, was einem gefällt. Woher kommt dieses offensichtlich starke deutsche Bedürfnis, seine eigene vollkommen unmaßgebliche Meinung Anderen aufzwingen zu wollen und Freigeister zu zwingen, sich einer totalitären Ideologie zu unterwerfen? Freiheit bedeutet auch, dass Andere Dinge tun und äußern, die einem selbst missfallen.

  • 6
    27
    Echo1
    18.09.2019

    Die roten Daumen zeigen mir, dass ich in's
    Schwarze getroffen habe. Steimle ist einer der ihren, der AfD-Anhänger.

  • 5
    48
    Echo1
    18.09.2019

    Steimle bedient AfD-Wähler des Ostens.
    Sie sehen in ihn den Rebell gegen die da oben. Wahrheiten überspitzt und ironisch darzustellen ist die Aufgabe
    eines Satirikers. Das macht er nicht.
    Er ist nur oberflächlich auf Lacher aus.
    Da gibt es in Deutschland viele Kabarettisten, die wirklich Niveau haben.

  • 36
    5
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    Eigentlich ein gutes Zeichen, wenn einer der den Wiederspruch kultiviert soviel Reaktionen auslöst. Vielleicht sagt er ja einfach seine Meinung, und die ist weder links noch rechts, sondern eben seine, aus Erfahrungen, gewonnene Meinung?

  • 17
    3
    Hirtensang
    18.09.2019

    Malleo, HHCl und saxon 1965 ich bin nicht für Wiederholungen, Sie drücken meinen Standpunkt treffend aus!

  • 36
    7
    Malleo
    18.09.2019

    Menschen schwimmen immer und überall mehr oder wenig politisch interessiert im Zeitenstrom, aber eben nicht alle.
    Und dazu gehört auch Steimle.
    Wer aber gern dem Herdentrieb folgt, muss sich nicht wundern, dass er ständig in Är…e blickt.
    Und jene Nichtschwimmer oder die, die sich nicht der Realität und deren Folgen verweigern, werden dann bestenfalls mit Buhrufen und Schimpftriaden belegt.
    Noch besser ist aber die Diffamierung rechts oder antisemitisch.
    Bei manchen Kommentaren reibt man sich die Augen, weil man vermuten darf, dass sie noch nie ein Kabarett und das schon gar nicht in der DDR, besucht haben.
    Insofern wünsche ich diesen Zeitgenossen, dass sie mal gegen eine „Herkuleskeule“ laufen damit Denkprozesse angestoßen werden.
    Die geistigen Ergüsse eines Böhmermännleins muss man auch mögen, oder?
    Er wünscht sich die Royal Air Force und die RAF für Dresden und ein kleines linkes Lichtlein „Napalm auf Sachsen“.
    Wo lese ich dazu die Statements der Antifa- Versteher?

  • 34
    6
    HHCL
    18.09.2019

    Ich glaube eher, dass sich Leute überschätzen, die hier immer nur ihre Meinung für die richtige halten und auch glasklar glauben zuordnen zu können wer welche Partei wählt.

  • 33
    5
    saxon1965
    18.09.2019

    Steimle ist Satiriker, Kabarettist oder eben auch Künstler und bei der Kunst scheiden sich eben die Geister. Besser ein Steimle scheidet die Geister bzw. Menschen und bringt sie zum diskutieren, als dass eine ganze Regierung eine Nation zerteilt. teilt in Gut und Schlecht, Links und Rechts und die die dazwischen sich ganz verloren vorkommen!
    Nicht dass es keine kontroversen Meinungen geben sollte, aber wer entscheidet denn, was Gut oder Böse, Richtig oder Falsch ist? Und überhaupt Schubladendenken oder Schwarz-Weis-Denken hat noch kein Land vorangebracht. Es braucht Querdenker und Aufsässige in einer lebendigen Gesellschaft. Nur die Politik sollte kanalisieren und für alle Bürger da sein. Da meine ich ausdrücklich in erster Linie für die Eigenen. Ups! War das schon wieder rechts?

  • 22
    18
    Interessierte
    18.09.2019

    Der ist klug , der weiß , was richtig ist ...

  • 11
    35
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    @Interessierte: Völlig richtig. Häufig sind ja auch gerade die AfD-Wähler seine Fans.

  • 17
    27
    Malum89
    18.09.2019

    Freigeist 14: Steimle darf unter gewissen Umständen als "völkisch-antisemitischer Jammerossi" bezeichnet werden, hat ein Gericht entschieden. https://www.saechsische.de/das-muss-sich-steimle-gefallen-lassen-3813885.html

    Warum wird das wohl so sein? Es gibt wohl doch einige Indizien dafür . . .
    PS: Etliche Sachsen finden Antisemitismus vermutlich gar nicht so schlimm - insofern ist er auch hier wieder "die Stimme der Stummen" ;) Wird man ja wohl noch sagen dürfen . . .

  • 13
    13
    Interessierte
    18.09.2019

    Entsprechend seinen Einwänden müßte er an sich auch die AfD wählen ;-)

  • 9
    27
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    @Thomboy: Steimle behauptet von sich selbst, links zu sein. Nicht ich behaupte das oder fordere das!

    @HHCL: Ich glaube, da überschätzen Sie Steimle gewaltig.

  • 36
    5
    HHCL
    18.09.2019

    Man braucht sich nur die Kommentare hier durchlesen: Den einen ist er zu rechts, weil sie das Programm des Kabarettisten Steimle für dessen eigene Meinung halten. Die anderen freuen sich und glauben einen Fürsprecher zu haben, bemerken aber nicht dass auch das nicht Steimles Meinung ist, sondern auch nur die Rolle des Kabarettisten Steimle.

    Meiner Meinung nach kann man ihm weder vorwerfen zu rechts oder zu links zu sein. Man könnte ihm aber vorwerfen zu subtile und intelligente Auftritte zu absolvieren und sich absichtlich unverständlich zu machen. Interessant ist, dass man das bei Steimle grundsätzlich als Makel auffasst, während man bei anderen immer behauptet, Satire dürfe alles. Nur kommen die nicht aus Dresden sondern Bremen.

    Steimles Problem ist, dass er nicht Mainstream ist, aber im Mainstream ist, der ihn meist falsch versteht, verstehen will oder gar nicht versteht.

    Die Forderung, dass man nur Dinge sagen dürfte, die rechts und links nicht instrumentalisieren können, halte ich für Unsinn. Radikalen darf man nicht die Macht über die Sprache und die eigenen Äußerungen geben.

  • 23
    12
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    Blacky: wäre es denn schlimm wenn er nicht links wäre und wer sind ihrer Meinung nach die "Falschen"?

  • 39
    8
    fschindl
    18.09.2019

    Steimle zu greifen oder gar zu begreifen, steht mir nicht zu...aber wenn ich mir die Kommentare so durchlese, macht er für sich erstmal alles richtig.

  • 13
    40
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    @Thomboy: Sie merken gar nicht, wie schön sie mit Ihrem Kommentar beweisen, wie wenig Steimle links ist und wie sehr er Beifall von genau den falschen bekommt. Vielen Dank!

  • 15
    22
    MuellerF
    18.09.2019

    Zitat: "Zuletzt hatte er sich über eine mutmaßliche Chemnitzer Terrorzelle lustig gemacht, die "mit einem Luftgewehr und zwei Cee-Deehs" den Staat hatte aus den Angeln heben wollen. Der Prozess gegen die Gruppenmitglieder wird in diesen Tagen eröffnet. "Hätten die noch zwei Wollmutzeln und zwei Luftballons mitgenommen, hätte ich gedacht, das wäre die Olsenbande", scherzte Steimle. Und der politische Mord am Regierungspräsidenten Walter Lübcke in Hessen? Es sei ihm um die "Umsturzhysterie" gegangen. Den Staat aus den Angeln zu heben, wie geschrieben wurde, habe nicht einmal die RAF geschafft."

    Soso..alles Hysterie also..dass die RAF trotz ihres letztlichen Scheiterns viele Menschen getötet hat, fällt dabei unter den Tisch. "Revolution Chemnitz" hatte zwar noch niemanden umgebracht, immerhin aber schwer verletzt & weitere Gewalttaten (mit Waffen) geplant.
    Genau wie bei seiner o.g. Anekdote über den Freiberger Dom oder dem Zitat in meinem letzten Kommentar verfälscht & vernebelt Herr Steimle die Realität im Dienste seiner "Komik".
    Die Aufgabe von Satire aber ist es, das Publikum auf witzige Weise aufzuklären- das Gegenteil von dem, was Herr Steimle da betreibt!

  • 42
    6
    FranzDemmler
    18.09.2019

    Die Erregung über den Witz über den Friedensnobelpreis für das Mittelmeer kann ich nicht teilen. Das ist ohne Zweifel Satire, wenn auch bitterböse. Man muss über Satire, und das ist ein Grundmißverständnis dieses Genres, nicht immer lachen können. Auch insofern ist die Nähe zu Gerhard Polt, die Steimle reklamiert, nicht von der Hand zu weisen. In einem seiner Programme sitzt Polt auf seiner Terrasse und schaut auf das Alpenpanorma. Er genießt die weißen Gipfel, den blauen Himmel, die grünen Almwiesen, die Kuhglockenromantik und fragt dann: „Und nun frage ich Sie. Passt da ein Neger rein……Ich meine farblich.“ Bei der Erregung über solche satirischen Überspitzungen vergessen wir zu schnell, dass es ja reale Hintergründe dafür gibt. Die scheinen aber kein Grund für Aufregung mehr zu sein. Insofern schlägt man im Falle von Steimle den Sack, wo man doch besser den Esel treffen sollte.

  • 37
    23
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    Herr Steimle ist einer der wenigen der mal das "Maul" aufmacht und sagt was sich viele nur getrauen zu denken und endlich mal Wahrheiten ausspricht. Es sollte vieeel mehr solche Menschen geben dann wäre die Gesellschaft auch weniger gespalten. Mit solchen reden wie bei Herrn Grönemeyer erreicht man eher das Gegenteil.

  • 20
    29
    MuellerF
    18.09.2019

    Zitat: " Steimle legt los: "Jeder, der nicht mit Merkel einverstanden ist, ist ein Nazi, ein Rechter oder kommt aus Dresden!" "

    Absoluter Nonsens! Wer bezeichnet denn zB die Grünen oder die Linkspartei als Nazis oder Rechte? Kritik an Frau Merkel oder allgemein der dt. Politik ist absolut zulässig, als Nazi gilt dabei aber zu Recht, wer Nazi-Sprache benutzt oder Nazi-Ziele verfolgt!

    Ich halte Herrn Steimles regelmäßige Entgleisungen für kalkuliert, nicht für "Ausrutscher". Er bedient die Ressentiments ostdeutscher Kleinbürger - das ist seine Marktlücke als "Satiriker".Links ist daran überhaupt nichts!

  • 25
    26
    hkremss
    18.09.2019

    Sich selbst als Stimme der schweigenden Minderheit zu sehen, ist nicht nur abenteuerlich, sondern ziemlich vermessen. Populisten tun das. Steimle spielt gern den Rebell und gefällt sich in seiner Rolle zwischen volksnahem Clown, Enfant terrible und Opfer des Systems. Er lebt doch geradezu von den Freiheiten, den dieses 'System' ihm bietet. Er tut so, als würde er unbequeme Wahrheiten laut sagen und freut sich über den Applaus auf der einen und die Entrüstung auf der anderen Seite. Er lebt von der Öffentlichkeit, vom kalkulierten Skandal, von den Medien, egal ob sie im 'System' oder in der Privatwirtschaft verortet werden. Alles ist genehm, jedes Zerrbild legitim, Hauptsache das Rad dreht sich. Querulantentum als Geschäftsmodell. Dass er dabei auch für die Feinde der freiheitlichen Demokratie zitierfähig wird, scheint ihm egal zu sein. Diese Verantwortung will er nicht übernehmen, weil er dann vielleicht sein Alleinstellungsmerkmal verliert. Dass er Justin Sonders Geschichte dokumentiert, ehrt ihn. Gut zu wissen! Aber natürlich spricht er nicht gern öffentlich darüber. Es könnte ja sein, dass ein persönlicher Standpunkt sichtbar wird, der gewisses Publikum nur unnötig irritiert.

  • 37
    12
    saxon1965
    18.09.2019

    @Echo1: Wer ausspricht, was viele Menschen denken, ist ein Populist weil es populär ist. Deswegen ist es jedoch per se nicht unwahr. Erst wer Unwahrheiten populistisch darstellt, um seine (politischen) Ziele zu erreichen, missbraucht den Populismus.
    @Blackadder: Dass ARD und ZDF unvoreingenommen und neutral berichten, besonders Herr Kleber mit seinem heute Journal, dass kann nur glauben, wer keinen Vergleich kennt.

  • 45
    10
    Freigeist14
    18.09.2019

    Blackadder@ Sie können Herrn Steimle vieles vorwerfen . Aber ihn mit der Antisemitismus-Keule eine zu verbraten ist einfach schäbig und infam . Machen Sie sich doch die Mühe, seine Programme selber anzuschauen . Niemals würde ein Kabarett-Kollege von Format ihm solche schweren Vorwürfe machen .

  • 34
    9
    Freigeist14
    18.09.2019

    Ich muss Uwe Steimle widersprechen : - In Würde - ist die DDR nicht gescheitert . Das Politbüro hatte jeden Kredit verspielt und die Idee des Sozialismus wurde unwiederbringlich beschädigt . Am Ende begab man sich widerstandslos in Kohls Arme und gab mit der Wirtschafts-,Währungs- u.Sozialunion die Souveränität auf .

  • 25
    51
    gelöschter Nutzer
    18.09.2019

    Der Artikel ist nicht schlecht und auch recht ausführlich, Dennoch möchte ich etwas ergänzen:
    Vieler seiner Satiren sind schlicht fremdenfeindlich. Aber da er ja von sich sagt, dass er den kleinen Mann in Sachsen repräsentiert, passt das ja ganz gut. Ich frage mich nur, warum es sich Herr Dziuballa gefallen lässt, sich von Steimle so instrumentalisieren zu lassen, zumal die Programm Steimles gerade in den letzten Jahren auch nicht frei von Antisemitismus sind:
    Schön zusammengefasst hier:
    „Fernsehkabarett – Da wo der Antisemitismus blüht“
    https://www.shz.de/top-thema/fernsehkabarett-da-wo-der-antisemitismus-blueht-id9907466.html
    Er gibt weit rechten Zeitungen, wie der Jungen Freiheit Interviews und beleidigt darin den ÖR Rundfunkt (seinen Arbeitgeber, der ihn dennoch brav weitersenden lässt, weil er ja Quote bringt):
    „Zwar haben schon in den vergangenen Jahren Äußerungen von ihm immer wieder zu Diskussionen im Sender geführt. Beispielsweise 2018, als Steimle in einem Interview mit der "Jungen Freiheit" den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - seinen Arbeitgeber - heftig attackierte. ZDF-Moderator Claus Kleber beschimpfte er als "Karl-Eduard von Schnitzler der BRD" - Schnitzler war Moderator der Agitationssendung "Der schwarze Kanal" im DDR-Fernsehen.
    Damals erklärte der MDR: "Die Aussage von Uwe Steimle ist für den MDR nicht akzeptabel. Damit stellt er sich gegen alle, die täglich politisch unabhängiges Programm machen. Wir werden das mit Uwe Steimle persönlich auswerten."
    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/was-ich-denke-will-ich-sagen-der-kabarettist-uwe-steimle-und-seine-rechte-mission/24452140.html

    Links ist das alles für mich ganz sicher nicht, auch wenn Herr Steimle sich selbst so sieht. Typisch sächsische vermutlich jedoch leider schon. Da haben doch die bösen Wessis wieder genau den Art Sachsen, über den sie sich aufregen könne, weil er allen Klischees entspricht.

  • 25
    51
    Echo1
    18.09.2019

    Der Mann ist mir zu beliebig. Hier mal die Ostalgiker beglücken. Mal die eine Seite, dann die andere. Das ist populistisch.
    Erinnert mich an die AfD. Könnte genau ihr
    man sein. Er scheint mir verwirrt und verwirrt andere. Seine verwirrenden Pointen brauchen wir in unserer chaotischen Gesellschaft nicht.

  • 19
    56
    Distelblüte
    18.09.2019

    Steimle ist also die Stimme der schweigenden Mehrheit. Achso. Da scheinen ja Ambitionen nach hoch hinaus zu existieren.
    Andererseits verkörper er den sächsichen Kleingeist recht anschaulich.

  • 42
    14
    2PLUTO6
    18.09.2019

    Achtung Satire :
    Die Leute, die Steimle verbieten wollen, denen fehlt offensichtlich ein Stück der letzten Gehirnwindung.
    Das sind die, die anfangen zu denken, und dann nicht zu Ende denken.
    Das sind die, die anfangen zu lesen, und dann nicht zu Ende lesen.
    Das sind die, die schon anfangen zu buhen, eher der Darsteller zu Ende dargestellt hat.
    Das sind die Leute, die abfangen sollten zu "über" legen!



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