"Mit dem Amerikaner bist du viel länger am Kreiseln!"

"Grip"-Moderator Det Müller über faszinierende Fahrzeuge, unpraktische Schlitten, den richten Oldtimer und seine Tricks beim Gebrauchtwagenkauf

Hohenstein-Ernstthal.

Das Motorsport-Magazin "Grip" auf RTL II gehört zu den beliebtesten Autosendungen im deutschen Fernsehen, seine Moderatoren wie Det Müller erreicht auch über Youtube ein Millionenpublikum. Zu Pfingsten sind die Macher mit einem eigenen "Motor-Event" am Sachsenring zu Gast. Daniela Grunwald hat zuvor mit Det Müller gesprochen.

Freie Presse: Herr Müller, welches Auto fahren Sie aktuell?

Det Müller: Ich sage ja immer, man muss für jeden Wochentag einen Wagen haben, damit es nicht langweilig wird. Ich fahre was Amerikanisches, Mercedes Benz ist auch dabei - und dann fahre ich noch Smart, für die Stadt (lacht). Denn im Grunde gibt es nur eine Möglichkeit: Wer keine Lust auf Parkplatznot hat, der fährt Smart. Damit kann man immer sofort einchecken. Mit dem Amerikaner oder Mercedes bist du viel länger am Kreiseln.

Bevorzugen Sie Old- oder Youngtimer?

Tja, ich sage, du fängst mit einem Youngtimer an, dann wird's ein Oldtimer. Damit hast du nicht nur Spaß, sondern auch noch Wertzuwachs und Steuervergünstigungen. Als Käufer muss ich schon frühzeitig wissen, was ich gut finde und mich für einen Wagen entscheiden, dann warten, bis er 30 ist und zum Oldtimer wird - und so geht's weiter.

Wie würden Sie selbst Ihren Fahrstil beschreiben?

Also, der ist absolut mängelfrei, ich bin souverän vorausschauend und lasse meine Verkehrsteilnehmer auch auf der Bahn. Und rechts vor links kenne ich auch (lacht). Aber eine Geschichte hat mich total fertiggemacht: Ich war mal in München mit einem Ford Galaxy unterwegs und habe an einem Tag ganze vier Tickets bekommen! Da dachte ich mir: "Jetzt reicht's!" Ich konnte den Wagen nirgends abstellen. Eben mal schnell beim Einkaufen an den Straßenrand? Keine Chance. Das hat so genervt, dass ich dann wieder auf den Smart umgestiegen bin.

Worauf sollte man denn beim Oldtimer-Kauf achten?

Als Erstes muss ich wissen: Was finde ich gut, was mag ich leiden? Dann auf die Suche gehen, Annoncen checken und die Spreu vom Weizen trennen. Also hingehen und auf Sichtprüfung den Wagen mit der Annonce vergleichen: Ist das Lenkrad total abgefummelt, der Schaltsack nur noch Pulver und die Pedalerie schief abgelatscht, dann wird das Fahrzeug sicher keine 50.000 Kilometer drauf haben. Wenn das passt, geht's weiter: Ist die Servicehistorie belegt, sind alle Waschzettel vorhanden? Der Verkäufer muss den Wagen anhand vollständiger Papiere erklären können, als Käufer muss ich nachvollziehen können, was gemacht wurde: Ist der Wagen mängelfrei oder ist es ein Unfallwagen, stimmen die alten TÜV-Papiere, passt es mit Kilometerangabe und den Vorbesitzern? Ansonsten achte ich auf knackiges Blech, soliden Zustand. Nix Runtergerocktes und bloß keine Tuning-opfer kaufen! Wenn man diese Komponenten beachtet, geht es nicht nur steil aufwärts, dann macht der Wagen auch richtig Spaß. Als Tipp, wer spekulieren will: Immer das Seltenste mit der besten Ausstattung, im besten Fall mit sämtlichen Belegen über den gemachten Service. Wer von privat kauft, bekommt die Fahrzeuge meist günstiger. Händler kaufen ja auch von privat.

Das Motorsport-Event Grip ist am Pfingstmontag von 9 bis 16 Uhr auf dem Sachsenring Hohenstein-Ernstthal zu Gast. Es gibt Slalom-Challenges und Autogrammstunden mit den Moderatoren sowie eine Tuning-Schau. Vor Ort sind neben Det Müller auch Niki Schelle, Jens Kuck, Helge Thomsen und Lina van de Mars.

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