Museum Gunzenhauser in Chemnitz zeigt Fred Thieler

Chemnitz (dpa/sn) - Dem für abstrakte Bilder bekannten Künstler Fred Thieler widmet das Museum Gunzenhauser in Chemnitz eine Ausstellung. In der als Retrospektive angelegten Schau werden ab Sonntag auf zwei Etagen 63 Werke der Jahre 1940 bis 1999 gezeigt, wie das Museum am Freitag mitteilte. Diese zeigten Thielers Weg von der gegenständlichen Malerei zur Abstraktion, von ersten Landschaften und Porträts zu den zum Teil sehr großformatigen, abstrakten Werken.

Fred Thieler (1916-1999) galt neben Karl Otto Götz (K.O. Götz), Gerhard Hoehme, Emil Schumacher oder auch Bernard Schultze als einer der wichtigen Vertreter des deutschen Informel, der vor allem in den 1950er Jahren die Kunstszene in der damaligen Bundesrepublik bestimmte. Thieler hatte wohl auch wegen der für ihn bedrückenden Erfahrungen während der Nazi-Zeit nach neuen künstlerischen Ausdruckformen gesucht und sich schließlich der abstrakten Malerei zugewandt. In den 1950er Jahren entstanden die sogenannten Spachtelbilder, bei der schnelltrocknende Siebdruckfarbe mit einem Spachtel aufgetragen wurde. Später malte er mit Pinsel und Lappen oder goss die Farbe aus Eimern oder Kanistern direkt auf die Leinwand. Dabei bevorzugte er die Farben Weiß, Schwarz, Blau, und Rot.

Zu den wichtigsten Werken der Chemnitzer Ausstellung gehören die großformatigen Hauptwerke wie die «Wannseebilder» oder die «Inbilder» sowie Einzelwerke wie «Palenque» (1978) oder «K I/80» von 1980. Die Ausstellung ist bis zum 21. September zu sehen.

Ausstellung

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