«Operation Walküre» im Militärhistorischen Museum Dresden

Dresden (dpa) - Mit einer Ausstellung zum Attentat auf Hitler will das Militärhistorische Museum Dresden die Verschwörung vom 20. Juli 1944 um den Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg ins öffentliche Bewusstsein rücken. Kernstück sind 22 Plakate, die in 120 Dienststellen der Bundeswehr darüber aufklären. Sie seien um mehr als 50 teils erstmals gezeigte Exponate ergänzt worden, sagte Kurator Magnus Pahl am Mittwoch. Dazu gehört die Kulisse aus dem Hollywoodfilm «Operation Walküre» (2008), die sich im Bestand des Museums befindet, wie Direktor Oberst Armin Wagner sagte. Der Besprechungsraum der Lagerbaracke wurde erstmals wieder aufgebaut, eingerichtet und ausgeleuchtet.

Die mit dem Satz «Der Führer Adolf Hitler ist tot» betitelte Schau soll dem Vergessen der zivilen Verschwörer und Offiziere entgegenwirken, die versuchten, die Nazidiktatur zu beenden. «Es sind keine «Dilettanten» gegen Hitler vorgegangen, sondern verantwortungsbewusste und gewissenhafte Frauen und Männer», sagte Pahl. Neben Stauffenberg werden exemplarisch 13 der rund 200 Verschwörer porträtiert sowie neue Erkenntnisse über deren Netzwerk präsentiert, das bis in die Arbeiterschaft und ins Ausland reichte.

«Der Widerstand vom 20. Juli gehört zum Traditionsverständnis der Bundeswehr», sagte Wagner. Er sei zugleich ein deutscher Schicksalstag. «Das ist im Bewusstsein junger Menschen nicht mehr so präsent.» Fotos, Dokumente, Tagebuchauszüge und Gegenstände zeugen vom Geschehen. Das Hitler-Attentat in der «Wolfsschanze» sollte Initialzündung eines Staatsstreichs unter dem Decknamen «Walküre» sein und der Satz «Der Führer Adolf Hitler ist tot» alle Soldaten der Wehrmacht von ihrem Eid entbinden. Der Plan scheiterte, die Verschwörer wurden hingerichtet.

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