Orchesterdirektor Nast verlässt Sächsische Staatskapelle

Dresden (dpa) - Die Sächsische Staatskapelle Dresden verliert nach 22 Jahren ihren Manager. Orchesterdirektor Jan Nast wechselt zu den Wiener Symphonikern, er wird ab Oktober Intendant des Konzertorchesters der Stadt Wien, wie die Semperoper am Montag mitteilte. Chefdirigent Christian Thielemann dankte Nast «für seine großartige Arbeit» für die Staatskapelle und lobte vor allem dessen Einsatz für Konzertreisen, die das Renommee des Klangkörpers weltweit stärkten.

Der Orchestervorstand reagierte bestürzt und bedauerte Nasts Entscheidung. Er habe «unermüdlich für das Orchester gedacht, gehandelt und sich stets für die Werte und Ideale der Staatskapelle eingesetzt». Seine persönlichen Belange habe er oft hintenangestellt, um das Orcherster international weiterzuentwickeln.

Nast, 1965 in Ost-Berlin geboren, studierte Musik an der Hanns-Eisler-Hochschule und spielte danach als Hornist in verschiedenen Orchestern. Nach einem Kulturmanagement-Studium in Ludwigsburg und einem Engagement in Freiburg kam er 1997 zur Staatskapelle nach Dresden unter ihrem damaligen Chef Giuseppe Sinopoli.

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