Sachsens Musikratschef: Die AfD fügt der Kultur Schaden zu

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Musikrats-Präsident Milko Kersten spricht im Interview über den Umgang mit AfD-Kulturpolitik, fehlenden Diskurs und Anpassung.

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66 Kommentare
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  • 6
    3
    klapa
    18.02.2021

    ‚… Sie (die AfD-Abgeordneten – klapa) sind Ergebnis einer in der Vergangenheit allzu oft mit dem Verdikt ‚alternativlos‘ unterdrückten gesellschaftlichen Diskussion.‘ ...

    Ein etwas verklausuliertes Satzgebilde, aber vielleicht der wichtigste Satz im ganzen Artikel, aus dem sich der Inhalt des Gesagten ergibt, weil er das Verhältnis von Ursache und Wirkung kennzeichnet.

    Erst der Linksrutsch der CDU/CSU unter Merkels Führung hat der Gründung einer neuen Partei rechts von ihr ermöglicht und ihr die Existenzgrundlage vermittelt.

    Diese zwingende Logik sollte man ganz einfach zur Kenntnis nehmen.

    Und die sich daraus ergebenden Konsequenzen werden lauthals beklagt, ohne dass die Ursache in der öffentlichen Diskussion auch nur erwähnt wird.

  • 6
    4
    Pedaleur
    18.02.2021

    Es ist schon schamlos, wie AfD- Vertreter auf gestandene und verdiente Persönlichkeiten losgehen. Die Einleitung des Interviews und der Bezug zum Görlitzer Stadtrat sagen dazu einiges. Kurz gegoogelt, Lutz Jankus, Vita...alles klar.

    Interessant finde ich die Beobachtung, was die Angepasstheit der jungen Menschen betrifft. Entgegen den hyperventlierenden und generationsübergreifenden "Die Jugend von Heute"- Aufregern, nehme ich das genauso wahr. Meine These für den Bereich der Kultur ist, dass durchaus die schwindende Subkultur damit zu tun hat. Frei- und Ausprobierrräume, aber auch die Wertigkeit insbesondere von Musik haben damit zu tun. Alles ist immer und überall verfügbar. Die Räume, in den sich auch "Charaktere" entwickeln, verschwinden, weil ich sie zum Erleben und Finden nicht mehr brauche. Ich vermute, dass die bald 12monatige Schließung von Clubs und Kulturstätten weiter zur Anpassung beiträgt. Nach der Öffnung wird es keine "Stürmung" geben.

  • 4
    6
    Tauchsieder
    18.02.2021

    AfD !?
    Da fällt mir noch jemand ein, MDR/Wille - Uwe Steimle!
    Nur zur Vollständigkeit.

  • 7
    8
    Inke
    18.02.2021

    "Wer bei dieser Partei sein Kreuz macht, stimmt auch für den Schaden, den große Inkompetenz in vielen Sachgebieten anrichtet." Große Zustimmung!

  • 14
    14
    neuhier
    18.02.2021

    @Slash140786: Sie wissen aber schon,.dass wir hier in Sachsen sind,.wo die AfD immer noch vor jedem 4. gewählt wird und ihr Gedankengut von großen Teilen der Bevölkerung geteilt und unterstützt wird. Da ist "Nazis raus" durchaus ein mutiger Satz. Stellen Sie sich mal in Bautzen oder Döbeln auf den Marktplatz und rufen das laut! Mal sehen, wie beliebt Sie dort sind.

  • 26
    9
    Slash140786
    17.02.2021

    Herr Kersten macht m.A.n. viele richtige Beobachtungen aber die Schlussfolgerungen sind dann enttäuschend. Kunst soll sich politisch einmischen soweit sogut. Künstler die wirklich anecken und provozieren sind keine "Mainstreamler" solche Leute sind heute unerwünschter denn je. Überall gibt es Leute die Macht ausüben und Kunst aus der Vergangenheit und Gegenwart verbieten wollen die ihnen nicht gefällt. Die Afd ist dabei ein kleiner Fisch, da sie in der Mehrheit der Bevölkerung unbeliebt ist. Es gibt weitaus mächtigere Gegner der Kunst. Die "Nazi raus" Kunst ist für mich nichts weiter als am dünnsten Brett zu bohren. Sowie der Auspruch: ich hasse Krebs. Wer wird da widersprechen? Nehmen Sie etwas mit dem sie keinen Applaus frei Haus bekommen von der Mehrheit sondern halten sie der Mehrheit den Spiegel vor und greifen sie etwas auf was wahr ist, fast alle betrifft aber niemand hören will. Unabhängig vom Genre werden diesem Anspruch immer weniger Künstler gerecht was früher anders war.