Sahra Wagenknechts Abrechnung mit den Selbstgerechten

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Die Radikal-Linke widmet sich in ihrem neuen Buch jenen Leuten, die Privilegien für Tugenden halten und von linken Werten nichts wissen.

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1919 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    2
    OlafF
    17.04.2021

    Sahra Wagenknecht zeichnet in ihrem Buch eine Alternative zu einem Linksliberalismus, der sich progressiv wähnt, aber die Gesellschaft weiter spaltet.
    Ausgrenzung soll Auseinandersetzung ersetzen. Nach 345 Seiten dürfte klar sein: "Progressiv ist nur fortschrittlich, wenn er den meinungsfeindlichen linksliberalen Mainstream überwinden kann". Andernfalls setzt er uns sogar in die Zeit zurück, als totalitäre Methoden die humanitäre Ziele zerstörten. Ich sehe Parallelen zu "Farm der Tiere" von George Orwell.

  • 2
    6
    MuellerF
    17.04.2021

    " Den nicht-akademischen Milieus Gleichgültigkeit gegenüber der Gesellschaft und unsolidarische Ich-Bezogenheit nachzusagen ist schon abenteuerlich - gehört aber zur Erzählung der gut situierten Linksliberalen"

    Tja, anders kann ich mir die Wählerwanderung von der Linkspartei zur AfD in den letzten Jahren nicht erklären. Wobei das natürlich nicht unbedingt von akademischen Titeln bzw. dem sozialen Milieu abhängt, dem man angehört.

  • 11
    3
    Malleo
    17.04.2021

    Sahras scharfe Analytik ist immer wieder faszinierend!
    Zweifellos werden die Life style Linken wie Grüne durch die Decke gehen!
    Jene, die im Speckgürtel der Unistädte, in Verwaltungszentren Berlins und überall dort, wo es westdeutschen Zuzug und ostdeutschen Aufstieg in Beamtenverhältnisse gegeben hat, werden sich angesprochen fühlen, mit Recht.
    Gern liest man von nationaler Identität(dort endet bekanntlich jede Toleranz), einer Konföderation souveräner Demokratien als Gegenentwurf zur „EU“ (Orban könnte es nicht besser sagen) und ihre Sicht auf den radikalen Islamismus.
    Eine Ohrfeige für jene Sozialromantiker und Beschwichtigungsapostel, die weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können.
    Wer glaubt, wenn man keine Probleme benennt, dann gibt es sie auch nicht, ist nicht von dieser Welt!
    Sahra gehört sicher nicht dazu. Danke

  • 6
    4
    Freigeist14
    16.04.2021

    muellerF@ Nun haben Sie genau jene Haltung kundgetan , den Sahra Wagenknecht ihrem Buch den Titel gab . Den nicht-akademischen Milieus Gleichgültigkeit gegenüber der Gesellschaft und unsolidarische Ich-Bezogenheit nachzusagen ist schon abenteuerlich - gehört aber zur Erzählung der gut situierten Linksliberalen , für wohlfeilere Ziel , zukunftsorientierten Lebensstil und Politik zu stehen . Und der Zeitgeist gibt sich ja in Medien alle Mühe , die politischen Vertreter dieser Weltanschauung gewähren zu lassen .

  • 4
    6
    MuellerF
    16.04.2021

    "Dem Flügel und der alten Führung Desinteresse an gesamtgesellschaftlichen Verbesserungen zu unterstellen ist reine Propaganda - unhaltbar und nachtragend ."

    Bitte lesen Sie sorgfältiger! Ich sprach nicht von Parteimitgliedern der Linke(n), sondern von der Wählerschaft!

  • 8
    2
    klapa
    16.04.2021

    Meine Worte sollten nicht den Eindruck erwecken, dass mir ein tolles Wahlergebnis der Linken am 21.September besonders am Herzen läge. Der Tipp für die beiden gegenwärtigen Linken-Vorsitzenden war lediglich ein fairer Hinweis, mehr nicht. Aber die Damen schwimmen wohl in ihrem eigenen Saft, der einen Blick über den Tellerrand nicht zulässt.

    Wen überhaupt jemand, dann könnte nur Frau Wagenknecht, die außerhalb ihrer Partei beinahe mehr Achtung genießt als unter ihren elitären Genossen, die Partei aus der gegenwärtigen Misere führen.

    Was ganz Deutschland erwarten würde, wenn Rot/Rot/Grün eine Regierungsmehrheit zusammenbrächte, sieht man in Berlin, Bremen oder Hamburg, wo die neue PKS die höchste Krminalitätsrate eller Bundesländer feststellt.

  • 11
    1
    acals
    15.04.2021

    also da geb ich Ihnen, @klapa, uneingeschränkt recht

    https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/tv/bittere-blamage-in-zdf-show-linken-chefin-erlebt-bei-markus-lanz-talk-debakel/ar-BB1fc9SM?ocid=msedgntp

  • 18
    2
    klapa
    15.04.2021

    Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler wird dringend empfohlen, sich mit den 'Selbstgerechten' vertraut zu machen und nicht darüber zu urteilen, bevor sie das Buch gelesen haben.

    Sie könnten von Frau Wagenknecht im Wahlkampf für ihre Partei, wenn sie ihnen denn am Herzen liegt, - die Partei - eine Menge lernen.

  • 17
    5
    Interessierte
    15.04.2021

    Ich kann mir diese Frau als Nachfolgerin der Frau Merkel auch gut Vorstellen ...
    Sie hat das gewisse Etwas für diesen Posten - in allen Bereichen ..
    Hat denn die Linke auch einen Kanzlerkandidaten aufgestellt oder machen das nur die Grünen als Opposition ?

    Diese Frau hatte doch einmal diesen sehr interessanten Ehemann .....

  • 20
    8
    Freigeist14
    15.04.2021

    Muellerf@ Ich habe Verständnis ,daß sich ihr Klientel angegriffen fühlt . Aber mit Unwahrheiten kommen sich nicht weiter . Die Linke hat unter Wagenknecht/Bartsch keineswegs stagniert und im Gegensatz zu heute noch Wahlen gewonnen . Dem Flügel und der alten Führung Desinteresse an gesamtgesellschaftlichen Verbesserungen zu unterstellen ist reine Propaganda - unhaltbar und nachtragend .

  • 6
    30
    MuellerF
    15.04.2021

    Frau Wagenknechts Buch sollte eher "die Selbstgerechte" heißen.
    Unter IHRER langjährigen Führung hat die Linke doch stagniert- wegen der Strategie der "ewigen Opposition" & der Anbiederung an Protestwähler!
    Aber jetzt watscht sie ein paar Sündenböcke ab.
    Die unbequeme Wahrheit ist leider, dass viele Leute die Linke immer nur entweder aus Protest oder aus persönlichem Opportunismus ("mehr Geld für MICH") gewählt haben- gesamtgesellschaftliche Verbesserungen sind denen egal.
    Und bei genau diesem Klientel geht Frau W. nun wieder mit diesem Buch hausieren.

  • 49
    11
    MrSkeptic
    14.04.2021

    Sahra Wagenknecht gehört nach meiner Einschätzung zu den wenigen Bundespolitikern, die ehrlich und mutig die Wahrheit aussprechen. Obwohl ich nicht so sehr links orientiert bin, kann ich ihren Ansichten voll und ganz zustimmen. Ich würde mich freuen, wenn die nächste Bundeskanzlerin Sahra Wagenknecht heißt.

  • 39
    6
    paral
    14.04.2021

    Die Frau Wagenknecht ist eine Realistin und ihre Analyse läßt die getroffenen Hunde bellen. Da steckt auch sicher ein intensiver Gedankenaustausch mit Lafontaine dahinter. Wie dem auch sei, intelligente Menschen sehen die Realitäten und legen sich evtl. auch mit den "eigenen" Leuten an. Vielleicht kommt es mal anders, bis in die "Mitte" ist noch Platz, liebe Frau Lux...ehäm.. Wagenknecht.

  • 17
    3
    TWe
    14.04.2021

    Was viele der Leser möglicherweise nicht wissen ist, dass Frau Wagenknecht an der TU Chemnitz promoviert hat.

    Ihr Doktorvater ist der inzwischen emeritierte Volkswirtschaftslehre-Professor und bekennende Karl Marx-Fan Fritz Helmedag, der übrigens die ersten 40 Jahre im Westen unseres Landes verbracht hat.

  • 55
    10
    klapa
    14.04.2021

    Immer wieder frappierend ihre überragende Analysefähigkeit, eine Eigenschaft, über die kaum ein anderer deutscher Politiker verfügt, was sich auch in der Coronakrise bemerkbar macht.

    Dass Herr Heumann sie offenbar nicht bsonders mag, beweisen die bereits hier angeführten Zutate beweisen.

    Vielen Menschen im Lande ist sie dafür wegen ihrer Sachkenntnis, Offenheit und klaren Sprache umso sympathischer.

    Der Beitrag - ein Gemisch aus üblich gewordener Berichterstattung und persönlicher Meinung.

  • 56
    1
    Hankman
    14.04.2021

    Ich glaube, eine "Radikal-Linke" ist Frau Wagenknecht früher mal gewesen. Aber heute trifft das auf sie nicht mehr zu. Heute ist sie aus meiner Sicht nur noch links, und das ist okay so. Ist eine kluge Frau. Man muss ihre Positionen nicht teilen, aber es lohnt, sich damit auseinanderzusetzen.

  • 20
    13
    Neuchemnitzer
    14.04.2021

    Kompliment an den Autor, selten so einen ausgewogenen Artikel gelesen....

  • 46
    12
    Freigeist14
    14.04.2021

    Das Leute von der Basis mit dem Ohr an den Sorgen der arbeitenden Bevölkerung (früher : Werktätige) ihr zustimmen , zeigt auch Frau Sabine Zimmermann , die sich zum Wagenknecht-Lager zählt .
    Zu schreiben : "Zu Europa positioniert sie sich die Radikal-Linke anders ,als es Hardliner-Rechte wohl täten . " ist einfach schlechter Stil und die Botschaft dahinter höre ich wohl . Die EU einer Frau v.d.Leyen und eines Manfred Webers gehört in Frage gestellt .

  • 52
    24
    NathanNever
    14.04.2021

    "Ihr "Lifestyle-Linker" passt exakt in die rechte Kategorisierung."

    Das gleiche Totschlagargument wendet man gerade gegen Bernd Stegemann an, weil sein neues Buch von "den Rechten" gelesen wird und deren Analysen bestätigt. Könnte es sein, daß diese "Rechten" ganz einfach im Moment die besseren Argumente haben, daß deren Beschreibungen näher an der Realität sind? Entscheidend sollte doch sein, ob die Argumente stimmen und nicht, wer sie ausspricht.