Schubert und Schumann: Dresdner Musikfestspiele eröffnet

Bis Anfang Juni spielt die Musik in Dresden: Das bekannteste ostdeutsche Klassikfest steht im Zeichen von «Visionen».

Dresden (dpa/sn) - Mit einem gefeierten Konzert des eigenen Orchesters haben am Donnerstagabend die diesjährigen Dresdner Musikfestspiele begonnen. Dabei wurde vor allem Sänger René Pape (Bass) für seine Interpretation von Liedern Franz Schuberts in seiner Heimatstadt bejubelt. Erst nach einer Zugabe ließ ihn das Publikum im Kulturpalast von der Bühne. Das 2012 eigens für das Festival gegründete Ensemble renommierter Musiker für Alte Musik aus Europa sowie der Chefdirigent Ivor Bolton erhielten beim romantischen Festivalauftakt viel Beifall für Robert Schumanns «Frühlingssinfonie».

«Es ist eine Zeit des Genusses, aber auch der Begegnung, des Miteinanders und des Austauschs», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Dresden wolle mit der Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt 2025 die Weichen für «eine neue Kultur des Miteinanders» stellen. «Der große Reichtum Europas ist die Vielfalt, sie beflügelt den Austausch.»

Die Dresdner Musikfestspiele wollen im 42. Jahrgang ihren Ruf als kreatives Festival erneut unter Beweis stellen. Bis zum 10. Juni sind beim bekanntesten ostdeutschen Klassikfest 56 Aufführungen in diversen Spielstätten der Elbestadt geplant. Die Festspiele, bei denen schon vor dem Fall der Mauer viele Stars aus dem Westen auftraten, schlagen mit dem Motto «Visionen» einen Bogen zum Jubiläum 100 Jahre Bauhaus.

«Das Bauhaus als Labor für ein besseres Leben war Ideenschule und Experimentierfeld nicht nur für das moderne Design, sondern auch für das Zusammenleben in der Gesellschaft», schrieb Intendant Jan Vogler im Programmheft. Der Cellist, der in den kommenden drei Wochen auch als Solist in Dresden zu erleben ist, schaut dabei weit über den musikalischen Tellerrand. Auch Jazz und Rock werden geboten.

Zum Finale will Vogler mit dem Bluesgitarristen Eric Clapton auf die Bühne treten und ein paar seiner Songs auf dem Cello begleiten. Zu den Gästen in diesem Jahr gehören unter anderem die Wiener Philharmoniker, Pianist Yefim Bronfman, Cellist Yo-Yo Ma und Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...