Stereoact: Die erste Tour nach hunderten Auftritten

Das DJ-Duo schaffte 2015 mit "Die immer lacht" den Durchbruch. Vier Jahre und zwei Alben später sind die Erzgebirger nun zum ersten mal auf richtiger Klub-Tournee.

Chemnitz/Annaberg.

Die Geschichte von Stereoact ist das, wovon viele DJs, die bisher nur in kleinen Klubs auf dem Land auflegen, träumen. Und dieser Traum, eines Tages einen Hit zu landen, ist für Sebastian Seidel (35) und Rico Einenkel (41) wahr geworden. Es ist die Geschichte, wie die DJs aus dem Erzgebirge im Internet auf das Lied "Die immer lacht" von Kerstin Ott stießen und es mit ihrem Remix zum Ohrwurm machten. Gold, Platin, Diamant: Mehr als eine Million Mal verkaufte sich das Lied. 170 Millionen Mal wurde das Video auf Youtube bisher angeschaut. Von heute auf morgen war Stereoact berühmt.

Umso verwunderlicher, dass die DJs aktuell ihre erste Tour bestreiten. An mangelndem Material liegt das nicht. 2016 erschien ihr Debütalbum "Tanzansage", Ende 2017 folgte "Lockermachen, Durchfedern". Für Helene Fischer, Vanessa Mai, Wolfgang Petry, Heino und Cassandra Steen steuerten sie Remixes bei. Immer wieder holten sie sich junge Musiker mit ins Boot. Sie spielten auf Festivals, legten in Klubs auf, brachten Tausende gleichzeitig zum Tanzen. Doch eine eigene Tour war bisher nicht dabei. "Das hat sich einfach nicht ergeben", sagt Rico Einenkel. Bis jetzt.

Es ist eine kleine Klub-Tournee mit acht Terminen. Anfang November ging es in München los, danach Kaiserslautern und Bochum. Am Samstag spielen sie im Chemnitzer Brauclub. Ursprünglich sollte es zwölf Termine geben, doch nicht in allen Städten lief der Vorverkauf so, wie sie es sich gewünscht haben. Die Erzgebirger gingen damit offen um, legten Termine zusammen. Dennoch sei die Tour eine ganz neue Erfahrung. "Die Leute kommen nur wegen uns", erzählt Einenkel. Sie gehen nicht am Wochenende aus, und da legt eben Stereoact auf. Sie gehen aus, weil Stereoact ein Konzert gibt. "Das ist viel persönlicher", so der Gornsdorfer.

Wunschkonzert, so heißt die Tour, unterscheide sich dabei von normalen Auftritten. Die DJs geben mit Videos Einblicke in die Entstehungsgeschichte ihrer Songs. So gebe es unter anderem Aufnahmen von den ersten Versuchen mit "Die immer lacht", die zufällig entstanden sind. Das zeigt schon, dass "Die immer lacht" immer noch gespielt wird. Die Fans wollen das Lied hören, auch nach vier Jahren Dauerschleife. Am meisten Stimmung komme bei den bisherigen Konzerten aber bei einem anderen Lied auf - "Nummer eins". Mit diesem Song bewiesen die DJs, dass sie eben kein One-Hit-Wonder sind. 2016 gingen sie dafür mit Sänger Chris Cronauer ins Studio. "Nummer eins" holte ebenfalls Goldstatus für 200.000 verkaufte Singles. Cronauer ist mit auf Tour. Das Abschlusskonzert findet am 21. Dezember in Berlin statt. Anfang 2020 kommt das neue Album. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Einige der neuen Songs, darunter auch die aktuelle Single "Ja, Nein, Vielleicht" mit Vanessa Mai, testen die Erzgebirger schon mal vorab auf ihren Konzerten. Ihrem Stil wollen sie treu bleiben. Eingängige Texte auf Deutsch, tanzbare Melodien und viel Schlager.

Im Konzert

Stereoact treten am 16. November Brauclub Chemnitz auf. Am 23.November ist das Duo im Täubchen-thal Leipzig, am 20. Dezember im "Puschkin" Dresden und 21. Dezember im Columbia Theater Berlin. Der Eintritt für Kinder bis zwölf Jahren ist frei. Beginn jeweils 20 Uhr. Karten gibt es in allen "Freie Presse"-Shops in Ihrer Nähe.

meinticket.freiepresse.de

 

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