400. Geburt nach langer Anreise

Eine Mutter aus Vorpommern hat bei ihrer Schwester in Mittweida entbunden. Und auch der Vater durfte dabei sein.

Mittweida.

Die Zahl 400 taucht bei der Beschreibung dieser Geburt im Klinikum Mittweida gleich zweimal auf und spricht für ein außergewöhnliches Ereignis. So handelte es sich um die 400. Geburt am hiesigen Krankenhaus in diesem Jahr und die junge Mutter hat dafür einen ungewöhnlich langen Anfahrtsweg auf sich genommen. Etwa 400 Kilometer legte Sonja Krämer in Begleitung ihres Lebensgefährten Dennis Miosga zurück, um schließlich am vergangenen Samstag in Mittweida ihre Tochter Philine zur Welt zu bringen.

Die junge Familie lebt in Daberkow, einem kleinen Ort zwischen Neubrandenburg und Greifswald. Und sicher hätte Sonja Krämer auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald eine Geburtsklinik gefunden. Doch zu Mittweida besteht eine enge persönliche Beziehung. Denn hier ist ihre Schwester Elisabeth Krämer als Hebamme im Klinikum tätig.

"Unsere Familie stammt aus Mecklenburg-Vorpommern", erklärte Hebamme Elisabeth Krämer. Die 25-Jährige kam im Alter von 17 Jahren nach Mittweida und arbeitet seit über einem Jahr in der hiesigen Klinik. Zu ihrer Schwester habe sie ein besonders enges Verhältnis, weshalb diese Entbindung für alle Beteiligten etwas Besonderes gewesen sei. Unter ihrer Begleitung hat nun ihre Schwester Sonja ihr erstes Kind entbunden. Die kleine Philine Krämer erblickte um 23.12 Uhr das Licht der Welt. "Für uns war wichtig, dass der Vater bei der Geburt und auch danach dabei sein kann", erklärt Sonja Krämer. Dieser Wunsch wurde der Familie in Mittweida erfüllt, denn trotz aktueller Einschränkungen in einigen Klinikbereichen ist die Anwesenheit einer Begleitperson bei der Geburt nach wie vor erlaubt, so Klinik-Sprecherin Ines Schreiber.

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