515 Stunden im Einsatz

Sieben Brände gelöscht, 46 mal technische Hilfe geleistet, zwölf Menschenleben gerettet: 2019 war ein intensives Jahr für die Eppendorfer Ortswehren. Die Tagesbereitschaft ist weiter ein Problem.

Eppendorf.

515 Stunden im Einsatz und 4255 Stunden in der Ausbildung: So viel Zeit haben die knapp 80 Kameradinnen und Kameraden der drei Eppendorfer Ortswehren im vorigen Jahr in ihr Ehrenamt investiert. Diese Zahlen stellte Gemeindewehrleiter Marko Schiebold kürzlich zur Jahreshauptversammlung der Brandschützer aus Eppendorf, Großwaltersdorf und Kleinhartmannsdorf im Hotel "Prinz Albert" vor.

Dabei lagen hinter den Kameraden alles andere als ruhige Monate. Die Rettungskräfte seien 2019 zu sieben Bränden sowie 46 technischen Hilfeleistungen ausgerückt. Zweimal im Jahr trafen sich die drei Ortswehren zu gemeinsam Diensten, um die Abläufe zu schulen. So wurde zum Beispiel im Frühjahr in einem Kleinhartmannsdorfer Betrieb ein simulierter Brand bekämpft und im Herbst im Gewerbegebiet Eppendorf die Situation nach einem schweren Verkehrsunfall durchgespielt. Das First Responderteam der Wehr, das unter gewissen Umständen bei medizinischen Notfällen ausrückt, rettete bei seinen Einsätzen in zwölf Fällen Menschenleben. "Ich denke, dass sich diese Fakten unsere ehrenamtlichen Tätigkeit sehen lassen können. Ich hätte mich deshalb auch gefreut, wenn wir in unserer Runde ein paar mehr Gemeinderäte hätten begrüßen können", sagte der Wehrchef. Neben Frank Richter (Freie Wähler) der ohnehin Feuerwehrmitglied ist, war nur noch Roland Köhler von der AfD anwesend. Bürgermeister Axel Röthling (SPD) sowie Kämmerer Toralf Ender vertraten die Gemeindeverwaltung.

Ein Problem stelle weiterhin die Absicherung der Tagesbereitschaft dar, betonte Schiebold. Der Leiter der Eppendorfer Ortswehr, Sven Uhlig, erinnerte neben den Einsätzen auch an die Aktivitäten des Feuerwehrvereins, der 2019 insbesondere das mehrtägige Fest anlässlich des 135 Jahre Feuerwehr in Eppendorf organisierte. Der Kleinhartmannsdorfer Wehrchef Andreas Steier hob hervor, dass immerhin fünf Kameraden ihre Ausbildung zum Maschinisten erfolgreich abschlossen.

Die Hauptversammlung wurde zugleich genutzt, um diverse Dienstjubiläen zu würdigen. Claus Enger aus Kleinhartmannsdorf, der Eppendorfer Karl-Heinz Höpfner sowie Günter Siegert aus Großwaltersdorf tragen jeweils seit nunmehr 60 Jahren die Uniformen ihrer Ortswehren und waren in den vergangenen sechs Jahrzehnten stets zuverlässig zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden. Heute gehören sie wie Claus Enger der Altersabteilung an. Enger, der den Dienstgrad eines Löschmeisters führt, ist das dienstälteste Mitglied der Kleinhartmannsdorfer Feuerwehr. Er wirkte früher in der Löschgruppe mit. Günter Siegert fühlt sich so fit, dass er noch heute aktiv dabei ist.


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