Appell an Autofahrer: Meidet die gesperrte S 201

Stellvertretender Wehrleiter aus Oederan kritisiert Ignoranz

Oederan.

Der stellvertretende Gemeindewehrleiter in Oederan, Martin Seifert, appelliert eindringlich an die Autofahrer, die gesperrte Staatsstraße 201 zwischen Oederan und Bockendorf nicht zu befahren. "Ich kann die Unvernunft einiger Verkehrsteilnehmer einfach nicht nachvollziehen, die trotz teilweise mehrerer Sperrscheiben die Straße befahren. Die Sperrung ist nicht da, um euch zu schikanieren oder euren Arbeitsweg künstlich zu verlängern", schreibt Martin Seifert im sozialen Netzwerk Facebook.

Die S 201 war am Mittwoch wegen Schneebruchgefahr gesperrt worden, nachdem genau das am frühen Morgen einem 35-jährigen Autofahrer zum Verhängnis geworden war. Er wollte mit seinem Auto einem auf der Fahrbahn liegendem Ast ausweichen und prallte gegen einen Baum. Der Mann starb noch am Unfallort.

Noch während des Einsatzes der Feuerwehren aus Oederan und Schönerstadt am Unfallort kippte nicht weit entfernt ein Baum um. Am gestrigen Donnerstag waren die Wehren aus Frankenstein und Hartha erneut auf der gesperrten Straße im Einsatz, um Äste zu beseitigen. Martin Seifert (30) war dabei und berichtet, dass er innerhalb einer Viertelstunde vier Autos angehalten habe. Sein Hinweis auf die Vollsperrung wurde mit fadenscheinigen Ausreden quittiert. Der stellvertretende Wehrleiter, der als Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz arbeitet, hat trotz der schwierigen Verkehrslage dafür kein Verständnis: "Die Leute bringen nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch die Kameraden." Die Bilder vom Unfall seien für die freiwilligen Einsatzkräfte schwer zu verarbeiten, sagt Martin Seifert. "Darum bitten wir euch inständig: Meidet die S 201 und akzeptiert alle witterungsbedingten Sperrungen."

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