Auf den Mähdrescher gekommen

Gahlenzer Kinder haben am Mittwoch zwischen Turnhalle und Sportanlage den neuen Spielplatz in Beschlag genommen. Dieser sieht einem Landwirtschaftsgerät ähnlich.

Gahlenz.

Im Oederaner Ortsteil Gahlenz dürfen Kinder ab sofort einen "Mähdrescher" in Beschlag nehmen. Dieser ist kein echtes landwirtschaftliches Arbeitsgerät, sondern ein großes, neues Klettergerüst in Form eines Mähdreschers. "Bei der Planung des neuen Spielplatzes wurde etwas gesucht, was ins Dorf passt und sich einfügt. Dieses Klettergerüst in Gestalt eines Mähdreschers passt hervorragend", so Torsten Lange. Für ihn war die Einweihung des neuen Spielplatzes die erste große offizielle Amtshandlung. Lange hatte vor gut drei Wochen das Amt des Ortsvorstehers von Gahlenz von seinem Vorgänger Thomas Scheumann übernommen.

"In der Vergangenheit war ein Spielplatz immer mal Thema. Zu DDR-Zeiten gab es für die Kinder aus den Neubauten einen kleinen Spielplatz, einen öffentlichen hatten wir in Gahlenz aber noch nie", sagte Torsten Lange. Nachdem der Ortschaftsrat den Neubau befürwortet hatte, war erst vorgesehen, diesen an der ehemaligen Schule zu errichten. Man entschied sich aber letztendlich für den Platz zwischen Turnhalle und Sportplatz. "Der jetzige Standort liegt in einer Nebenstraße, was für die Kinder viel sicherer ist", so Lange. Der neue 240 Quadratmeter große Spielplatz mit Rutsche, Schaukel und diversen Klettermöglichkeiten kostet 56.183,37 Euro. Durch das Förderprogramm "Integrierte Ländliche Entwicklung" werden 30.000 Euro übernommen, sagte Andrea Pötzscher vom Regionalmanagement vom Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal. Bei dem Antrag auf Förderung wurde das Ziel ausgegeben, "ein generationsübergreifendes Freizeitangebot für die Familien aus Gahlenz und der unmittelbaren Umgebung zu schaffen, um die Wohn- und Lebensqualität im ländlichen Raum zu steigern und der Abwanderung entgegenzuwirken".

Zum offiziellen Eröffnungstermin sprach Bürgermeister Steffen Schneider den Planern, der Bau- und Spielzeugfirma und allen Mitwirkenden Dank aus. "Ich hoffe, dass die Kinder hier viele glückliche Stunden verbringen können und der Platz gut angenommen wird", so Schneider. Neben Kindern der Gahlenzer Kindertagesstätte, die das offizielle Programm mitgestalteten, sangen Mädchen und Jungen von der Caritas aus dem tschechischen Most Lieder. "Seit 13 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen ihnen und dem Heimatverein Gahlenz. Sie kommen jedes Jahr im August zu Besuch nach Gahlenz. Dieses Mal bot es sich an, die Einweihung mit dem Besuch zusammenzulegen", so Lange. Antje Enk war gestern mit ihrem Sohn Julius Schoor bei der Einweihung. "So ein Platz hat gefehlt. Es ist schön, dass es nun für alle Kinder einen Treffpunkt gibt", sagte sie. Julius braucht mit dem Fahrrad nur drei Minuten und ist sich sicher, dass er demnächst oft mit Freunden auf dem "Mähdrescher" anzutreffen ist.

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