Auf Schellenberger Brücke soll es blühen

Ortsvorsteher Jörg Porstmann hat für dieses Jahr einen umfangreichen Arbeitsplan. Dazu gehören auch Blumen an Stellen, wo man sie eigentlich nicht erwartet.

Schellenberg.

Jörg Porstmann ist mit seinem Heimatort Schellenberg eng verbunden. Der 78-Jährige hat nicht nur sein gesamtes Leben im Leubsdorfer Ortsteil verbracht, sondern als langjähriger Inhaber einer Metallbaufirma auch tiefe und vor allem erfolgreiche unternehmerische Spuren hinterlassen. Zudem setzt sich der agile Senior für das Gemeinwohl ein.

Seit nunmehr 30 Jahren engagiert sich Porstmann in der Kommunalpolitik. Er ist nicht nur im Gemeinderat aktiv, sondern seit 1994 auch ehrenamtlicher Ortsvorsteher. Und auch für dieses Jahr stehen viele Vorhaben auf seinem Arbeitsplan. "Sicherlich müssen wir zunächst abwarten, wie sich die Corona-Situation weiter entwickelt. Davon wird abhängen, welche Veranstaltungen wir durchführen können", sagt Porstmann. Für die Senioren seien wieder Frühlings- und Herbstfest geplant und auch die Rentner-Weihnachtsfeier, die im vergangenen Advent ausfallen musste.

Zu einer schönen Tradition ist auch die Wanderung rund um Schellenberg geworden, an der Jedermann teilnehmen kann. "Das haben wir uns für Juni in den Kalender geschrieben. Vorher sollen innerhalb eines Wochenendeinsatzes die Wanderwege kontrolliert und kleine Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden", blickt der Ortsvorsteher voraus.

Nach wie vor bereite ihm aber der Zustand des Radwegs nach Hohenfichte beziehungsweise nach Grünhainichen Sorgen. Diese Abschnitte seien nach seinen Erkenntnissen mit schwerer Forsttechnik befahren und dadurch zerstört worden. "Da besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf", sagt Porstmann. Sicherlich seien wegen der Corona-Krise manche Dinge, wie die weitere Pflege der kommunalen Kontakte in die Mikroregion Peruc (Tschechien), derzeit nur schwer planbar.

Ein Projekt wolle der Ortschaftsrat auf jeden Fall realisieren: "Wir wollen erstmals die Straßenbrücke über die Flöha mit einem Blumenschmuck versehen. Die dazu erforderlichen Kästen wurden schon im vergangenen Frühjahr angeschafft", verrät der Ortschef. Zum Thema blühendes Schellenberg, spricht er ein weiteres Vorhaben an, das ihm unter den Nägeln brennt. "Wir haben zweifellos ein sehr schönes Rathaus. Aber die Gestaltung des Grundstücks gefällt mir nicht. Da sollten wir uns Gedanken machen, wie man eine sehenswerte Bepflanzung hinbekommt. Vielleicht gelingt es uns, dafür ein paar einheimische Unternehmen als Sponsoren ins Boot zu holen", schlägt er vor.

Als äußert erfreulich bezeichnet Porstmann, dass die letzten drei freien Grundstücke an der Gartenstraße nun mit Eigenheimen bebaut wurden. "Jetzt müssen wir die Straße, in der zum Teil noch rund 80 Jahre alte Versorgungsleitungen liegen, grundhaft ausbauen. In diesem Jahr sollte die Planung auf den Weg gebracht werden", hofft er.

Doch einige Dinge im Ort bereiten ihm auch Sorgen. So zum Beispiel der Diebstahl der beiden Street-Buddys, die in Schellenberg aufgestellt wurden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Figuren aus Plaste sollen eigentlich Kraftfahrer darauf aufmerksam machen, dass Kinder den Abschnitt als Schulweg benutzen. "Während die Street-Buddys in Hohenfichte noch stehen, sind sie bei uns verschwunden. Wer macht so was nur? Vielleicht zeigen der oder die Täter Reue und stellen sie wieder zurück", so Porstmann. Zudem sei er über den Zustand der alten Schule, die sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet, sehr unglücklich. Denn das Bauwerk verfalle immer mehr und biete keinen schönen Anblick. Leider gehöre die Immobilie nicht der Gemeinde. Außerdem hoffe er, dass die Arbeiten zur Breitbanderschließung zügig zu Ende geführt werden.

"Es gibt in diesem Jahr zweifellos wieder viel zu tun. Dabei können wir uns als Ortschaftsrat auf die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof verlassen", resümiert der Ortsvorsteher.

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