Ausstellungen im Pufendorfgymnasium zwischen Vergangenheit und Gegenwart

So hat man Anne Frank noch nie gesehen: an der Hand ihrer Mutter oder draußen beim Spielen. Bekannt sind eher die Fotos des 1929 geborenen Mädchens beim Schreiben ihres berühmten Tagebuches. Großformatige Bilder aus der Zeit, bevor sie mit ihrer Familie ins Versteck vor den Nazis floh, aber auch aus diesen letzten Lebensjahren hängen nun im Foyer des Flöhaer Gymnasiums. Mit dem Aktionstag am 12. Juni, Anne Franks Geburtstag, soll die Beschäftigung mit ihr nicht vorbei sein: "Einige wollen die Poster in den Unterricht einbinden", sagt Lehrer Martin Breiting. Bewusst habe die Schule der Mini-Schau eine zweite Ausstellung gegenübergestellt: Unter dem Titel "Hass vernichtet" zeigt Irmela Mensah-Schramm Graffiti und Sticker, die trotz ihrer rassistischen oder zu Gewalt aufrufenden Inhalte in der Öffentlichkeit zu sehen waren, bis sie sie übermalt hat - etwa mit Herzen. Bei ihrem Besuch in Flöha habe sie zudem 25 Sticker entfernt, so die Aktivistin. Ein Aufkleber in der Schau zeigt auch, wie das Gedenken an Anne Frank instrumentalisiert wird. "Wir wollen dem ein waches Erinnern gegenüberstellen", sagt Breiting. Bis zu den Sommerferien sind beide Ausstellungen für interessierte Besucher während der Schulzeiten zugänglich. (kala)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...