Auto-Aktion vor Schule ruft Polizei auf den Plan

Verkehrserzieher erklärt Kindern den Bremsweg - Anwohner ruft Beamte

Marienberg.

Bei der Verkehrserziehungs-Aktion "Achtung, Auto" des ADAC vergangene Woche sollten Schüler der Marienberger Pestalozzi-Schule Freude haben und etwas lernen. Doch der Abschluss verlief offenbar nicht so spaßig - das schildert zumindest ein aufgebrachter Anwohner der Zschopauer Straße, auf der die Aktion stattfand. Der Verkehrserzieher habe Bremsmanöver gemacht und rasch beschleunigt, beschwert sich Klaus König: "Obwohl der Abschnitt eine Spielstraße ist." Daraufhin haben Anwohner die Polizei gerufen. Sprecherin Doreen Göhler bestätigt den Einsatz: "In dem Bereich wurde mit einem Auto beschleunigt, um den Bremsweg zu veranschaulichen." Das Problem: Die Übung erfolgte auf einer öffentlichen Straße, der Bereich war nicht abgesperrt. Auch habe keine Nutzungsgenehmigung von der örtlichen Verkehrsbehörde vorgelegen.

ADAC-Sprecher Falk Forhoff erklärt: "Das Programm sollte nicht auf öffentlichen Durchgangsstraßen stattfinden." Gebe es keine andere Möglichkeit, müssen die Flächen abgesperrt und eine Genehmigung eingeholt werden. In jenem Fall sei die Schule in der Pflicht, da es sich um eine schulische Veranstaltung gehandelt habe. Das ist auch der Leiterin der Pestalozzi-Schule, Katrin Gasdzik, klar. Ihren Angaben zufolge veranstaltet die Schule die Aktion regelmäßig. Diesmal sei es zu einer Ausnahme gekommen: Da die Erstklässler auch teilnehmen sollten, erfolgte die Veranstaltung nicht wie üblich auf dem Schulhof vor Haus II, sondern wurde kurzfristig vor Haus I an eben jene Straße verlegt. Dabei sei vergessen worden, die Aktion anzumelden.

Für das Versehen bittet die Leiterin um Verständnis. Bisher habe es nie Beschwerden gegeben. Dass es mit dem Nachbarn nicht auch ohne Polizei zu klären gewesen sei, bedauert sie. Leider habe es keine Gesprächsbereitschaft gegeben. Und: "Eine Gefährdung von Schülern oder anderen konnte nicht festgestellt werden", sagt Polizeisprecherin Göhler. Die Beamten hätten mit dem Nachbarn und dem Verkehrserzieher gesprochen, danach sei die Aktion beendet worden.

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