Beim Sportplatz geht es nun ums Geld

900.000 Euro sollen in die Anlagen von Eppendorf und Großwaltersdorf investiert werden. Klingt gut: Aber den Sportlern steht nun eine schwere Entscheidung bevor.

Eppendorf.

Die beiden Sportplätze in Eppendorf und Großwaltersdorf sollen saniert werden. Das hat sich die Gemeinde Eppendorf auf die Fahnen geschrieben. Nachdem die ersten Angebote eingeholt worden sind, steht fest, dass dieses Vorhaben nicht ganz billig wird: Um aber in den Genuss eines entsprechenden Fördermittelprogramms zu kommen, müsste als Bauherr der TSV Eppendorf/Großwaltersdorf auftreten. Mehr als eine halbe Million Euro wird die Anlage an der Oederaner Straße in Eppendorf verschlingen. Im Preis inbegriffen wäre auch eine Flutlichtanlage, die nach einer vorläufigen Schätzung 120.000 Euro kosten würde. In Großwaltersdorf ist nach der vorliegenden Studie vorgesehen, zwar kein Flutlicht zu errichten, dafür soll aber ebenfalls die Spielfläche erneuert werden. Hauptnutzer sind sicherlich die Fußballer des TSV Großwaltersdorf/Eppendorf. Im Verein kicken nicht nur zwei Männer- und eine Altherrenmannschaft. Auch im Nachwuchs ist der Verein sehr präsent und hat alle Altersklassen besetzt.

Vom Landessportbund Sachsen könnten 50 Prozent der Investitionssumme fließen, der Landkreis würde sich über die Sportstättenförderung mit einem Festzuschuss von 75.000 Euro beteiligen. Im aktuellen Haushaltplan der Gemeinde sind 120.000 Euro verankert, zehn Prozent der Investitionssumme, die im Moment bei rund 900.000 Euro liegt, müsste jedoch der Verein aus eigenen Mitteln aufbringen. Um das Vorhaben auf den Weg zu bringen, müsste ein entsprechender Antrag bis 30. September gestellt werden.


"Das ist die Ausgangslage. Bezüglich der Kosten ist natürlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ebenfalls steht noch nicht fest, welchen Umfang die Sanierung am Ende haben wird und in welchen Schritten wir vorgehen", sagte Eppendorfs Bürgermeister Axel Röth-ling (SPD) vor der öffentlichen Gemeinderatssitzung am heutigen Dienstagabend. Eine Debatte im Gremium ist dazu also auf jeden Fall zu erwarten. Inzwischen seien die Eppendorfer unter anderem mit dem Förderverein für Nachwuchssport in Flöha in einen Erfahrungsaustausch getreten, der in der Großen Kreisstadt für die Bewirtschaftung und Pflege der Sportstätten verantwortlich ist.

Außerdem wird sich der Gemeinderat mit zwei Bauanträgen sowie der Frage beschäftigen, ob die Übernahme der Kosten für die Schülerbeförderung in der bisherigen Form fortgeführt werden soll. Die Besprechung des Lageberichts und des Berichts des Abschlussprüfers sowie die Analyse des Jahresabschlusses 2018 der Stadtbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft Oederan, an der die Gemeinde Eppendorf beteiligt ist, sind ebenfalls Bestandteil der Tagesordnung.

 

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