Brand in Garagenkomplex: Ursache steht fest

Die Polizei hat Untersuchungsergebnisse nach dem Großfeuer vom Wochenende in Eppendorf vorgelegt. Die Kameraden der Gemeinde waren 2020 stark gefordert.

Eppendorf.

Die Ursache für den Großbrand, der am Samstag in Eppendorf auf einem Privatgrundstück an der Borstendorfer Straße ausgebrochen war, scheint gefunden. "Im Ergebnis von Untersuchungen zur Brandursache konnten Experten der Kriminalpolizei fahrlässige Brandentstehung feststellen. Demnach war in dem Nebengelass ein elektrisches Gerät betrieben worden, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit Feuer gefangen hatte", erklärte die Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz am Dienstag.

45 Kameraden der Ortsfeuerwehren Eppendorf, Großwaltersdorf und Kleinhartmannsdorf waren am 19. Dezember mit zehn Fahrzeugen mehrere Stunden im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Dabei gelang es den Rettungskräften, ein Übergreifen der Flammen von der großen Garage auf die benachbarten Wohnhäuser zu verhindern. Den Sachschaden schätzte die Polizei zunächst auf 70.000 Euro, Personen kamen nicht zu Schaden.

"Sicherlich war es nicht ungefährlich, da in dem Nebengebäude Betriebsstoffe lagerten. Aber insgesamt verliefen die Löscharbeiten ohne Zwischenfälle. Es war für die Gemeindefeuerwehr der 56. Einsatz in diesem Jahr", sagte Gemeindewehrleiter Marko Schiebold.

Zwar sei man damit bisher nur zweimal mehr als im Vorjahr ausgerückt, aber die Charakteristik der Einsätze hätte sich verändert. Während 2019 vor allem technische Hilfeleistungen, wie etwa bei Verkehrsunfällen im Vordergrund standen, waren es in diesem Jahr zahlreiche Brände. "So mussten wir schon auf einem Dreiseitenhof in Eppendorf an der Freiberger Straße Feuer bekämpfen und die Brände eines Bienenhauses an der Borstendorfer Straße in Eppendorf, im ehemaligen Gasthof Mittelsaida sowie auf einem Feld in Leubsdorf mit löschen", zählte Schiebold auf. Auch die Einsätze der First-Responder-Gruppe der Feuerwehr Eppendorf wurden mehr und liegen jetzt im unteren zweistelligen Bereich. Die Truppe rückt immer aus, wenn bei medizinischen Notfällen der Rettungswagen nicht sofort verfügbar ist.

Zwar blieb die Anzahl der aktiven Mitglieder der drei Ortswehren gegenüber dem Vorjahr konstant. Sorgen bereiten jedoch das steigende Durchschnittsalter sowie die Absicherung der Tageseinsatzbereitschaft. Zwei Nachwuchsfeuerwehrleute absolvieren ihre Ausbildung in Eppendorfer Handwerksbetrieben vor Ort. Während Moritz Hübler beim Steinmetz Weinhold seinen Beruf lernt, ist Kevin Spranger als Lehrling bei der Klempner und Installateure Eppendorf eingestellt. "Die Geschäftsführer der Unternehmen, Robin Weinhold und Martin Strauß, haben erklärt, die Auszubildenden im Einsatzfall für das Ehrenamt bei der Feuerwehr freizustellen. Das ist nicht mehr selbstverständlich und kann nicht hoch genug gewürdigt werden", so Schiebold.

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