Braunsdorf bekommt neue Eigenheime

Große Investitionen wird es in diesem Jahr im Niederwiesaer Ortsteil nicht geben. Doch Ortsvorsteher Holger Maywirth hat viele kleine Wünsche. Auch feiern möchte er wieder mit den Einwohnern.

Braunsdorf.

Wie auch anderswo sind im Niederwiesaer Ortsteil Braunsdorf im vergangenen Jahr sämtliche Feste coronabedingt ausfallen. "Weihnachtsfest, Seniorenweihnachtsfeier, Maibaumaufstellen sowie das Dorf- und Vereinsfest, die in Zusammenarbeit von Ortschaftsrat und Förderverein organisiert werden, konnten nicht stattfinden", bedauert Holger Maywirth, Ortsvorsteher, des 670 Einwohner zählenden Braunsdorf. "In der aktuellen Lage können wir nichts planen oder Verträge abschließen. Sobald es die Möglichkeiten zulassen, finden die Feste aber wieder statt", sagt Maywirth.

Doch in dem kleinen Ort steht dieses Jahr noch mehr an. Für ein knapp 2200 Quadratmeter großes Grundstück an der Harrasallee hat sich nämlich ein neuer Investor gefunden. Auf dem Gelände befand sich früher eine Baracke, die als Konsum, Arztpraxis und Lager diente. Sie wurde inzwischen abgerissen. Bauvorhaben auf dem Grundstück waren bereits vor einigen Jahren im Gespräch. Diese hatten sich aber zerschlagen. Der ursprüngliche Investor wollte ein Mehrgenerationenhaus errichten, ist aber wieder abgesprungen. "Der neue Investor hat mir zugesichert, dass noch in diesem Jahr die Baupläne eingereicht werden", sagt Maywirth. "Ich freue mich, dass wir auch drei Bauanträge für Einfamilienhäuser an Einzelstandorten haben", so der Ortsvorsteher weiter. In einem dieser Eigenheime soll sogar eine Hebammenpraxis entstehen.

"An unseren Straßen im Ort braucht in diesem Jahr nichts gemacht werden. Die Dorfstraße und die Altenhainer Straße sind erst gebaut worden. Der Rest ist in Ordnung", sagt Maywirth, der seit 2014 Vorsteher des Ortes ist. "Auch in unseren Kindergarten haben wir in den letzten Jahren sehr viel investiert. Es ist ein richtiges Kleinod geworden", berichtet Holger Maywirth. "Entgegen einiger Gerüchte wird unser Kindergarten weiterhin Bestand haben."

Noch einen Wunsch hat der Ortsvorsteher in diesem Jahr: Einige Hausbesitzer in Braunsdorf sollten am öffentlichen Erscheinungsbild ihrer Grundstücke oder Häuser arbeiten. "Braunsdorf hat einige wenige Häuser, die nicht zum gesamten sehr schönen Ortsbild passen. Manchmal wäre auch nur eine kleine Ausbesserung am Zaun notwendig, damit alles wieder ordentlich wirkt", sagt der 60-Jährige, der am Sonntag seinen runden Geburtstag in kleinster Runde feierte.

Ein leidiges Thema sei für ihn auch die fehlende Ordnung und Sauberkeit am Bahnhofsgelände. Auch hier hofft er auf rasche Beseitigung der Zustände durch den jetzigen Besitzer. "Die Wanderwege laufen hier direkt vorbei. Es sieht momentan sehr unschön aus." Und noch etwas liegt dem Ortsvorsteher am Herzen: "Persönlich würde ich mir wünschen, dass sich die jungen Braunsdorfer und Leute, die hergezogen sind, mehr in das Vereinsleben einbringen oder auch an Arbeitseinsätzen teilnehmen, die wir jedes Jahr im Ort durchführen."

Um den weiteren Fortbestand des örtlichen Museums "Historische Schauweberei Braunsdorf" zu sichern, wollen Maywirth und der Ortschaftsrat ein neues Konzept. "Wir hoffen, dass ein überarbeitetes, finanziell gesichertes Konzept zur weiteren Betreibung des Museums erstellt wird." Perspektivisch soll dazu ein neuer Verein gegründet werden. Auch weitere Ideen werden konkreter: "Es tut sich was in Richtung Radwegkonzept", so Maywirth. Vorgespräche und Überlegungen über eine Trasse von Braunsdorf über Lichtenwalde Richtung Frankenberg habe es bereits gegeben. "Wir hoffen auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg."

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