Drei Mittelsächsinnen mit Annen-Medaille geehrt

Am Donnerstag erhielten Erika Wittig aus Freiberg, Hilke Domsch aus Nassau und Anne Katrin Koch aus Mittweida die Auszeichnung

Dresden/Freiberg/Mittweida.

Zu den 20 Sachsen, die in diesem Jahr für ihre besonders engagierte ehrenamtliche Arbeit über viele Jahre mit der Annen-Medaille geehrt werden, gehören auch drei Mittelsächsinnen. Am Donnerstagnachmittag erhielten Erika Wittig aus Freiberg, Hilke Domsch aus Nassau und Anne Katrin Koch aus Mittweida in Dresden diese Auszeichnung, die ihnen von Sozialministerin Petra Köpping überreicht wurde. Erika Wittig gründete nach der Wende mit weiteren Initiatorinnen den Regionalen Landfrauenverband "Mittleres Erzgebirge". Diese Initiative habe damals Frauen geholfen, vor allem im ländlichen Raum, Arbeit zu finden. In regelmäßigen Treffen hätten die Frauen gemeinsam Sport getrieben, getanzt, geklöppelt und über vieles gesprochen. "Erika Wittig organisiert aber auch Weiterbildungen und führt Beratungen durch. Als Verein sucht sie für die Frauen Arbeit im sozialen Umfeld wie zum Beispiel in Gemeinden", heißt es in der Laudatio. Im Jahr 2015 habe Erika Wittig zwei Flüchtlingsfamilien geholfen, in der hiesigen Gesellschaft Fuß zu fassen. In der Coronazeit habe sie über 1000 Masken für den Freistaat genäht. Hilke Domsch aus dem Frauensteiner Stadtteil Nassau wurde mit der Annen-Medaille für ihren jahrelangen Enthusiasmus und ihre Eigeninitiative in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit im Kirchspiel Frauenstein ausgezeichnet. Die Mutter von drei Kindern, die als Projektleiterin arbeitet, "trifft sich Freitagabend im Pfarrhof mit der Jungen Gemeinde, oft bis spät in die Nacht. Auch während der Woche bleibt sie in Kontakt mit ihnen", heißt es in der Laudatio. Selbst während der schwierigen Coronazeit habe sie eine Möglichkeit gefunden, über einen Teamspeak-Server zu kommunizieren. Anne Katrin Koch kümmert sich, so die Laudatio für die Mittweidaerin, seit 27 Jahren mit Hingabe, Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit um Arme und Hilfsbedürftige und besorgt für ihre Organisation, die Tafeln in Mittweida, Lebensmittel-, finanzielle und anderweitig materielle Spenden. Außerdem betreue sie Second-Hand-Shops und Beratungsstellen.

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