Drei Themen für Flöha

Viel Lob für die Stadt, aber auch Vorschläge hatten lokale Unterneh- merinnen beim Gespräch mit CDU-Stadträten.

Flöha.

Sich mit Einwohnern Flöhas ungezwungen austauschen: Das ist das Ziel des Kommunalen Stammtischs, zu dem die CDU-Stadtratsfraktion erstmals eingeladen hatte. "Das gibt es ja in vielen Städten", sagte Stadtrat Joseph Walthelm, der den Anstoß dazu gab. Beim Reden allein soll es nicht bleiben: "Wenn dabei etwas rauskommt, was wir in unsere politische Arbeit mitnehmen können: umso besser!", sagte er. Kurt Lange, Vorsitzender der Fraktion, erinnerte daran, wie vor vier Jahren ein Treffen aller Betroffenen zur Lösung des Kinderarztmangels beigetragen hatte.

Soll der Stammtisch künftig allen offenstehen, so hatten die Politiker diesmal Gäste aus der Wirtschaft eingeladen. Die Unternehmerinnen Angela Zacher (Textilpflege Möbius), Judith Bergmann (Georgen-Apotheke), Sylva-Michèle Sternkopf (Villa Gückelsberg) und Cornelia Graf (Elektro Krause) sowie Restaurantinhaber Hagen Helmert waren der Einladung in seinen Biergarten gefolgt.

Vor allem drei Themen brannten ihnen unter den Nägeln: Wie man die Kaufkraft in Flöha hält, lokale Veranstaltungen besser bewirbt und Schulabgänger in der Region hält. Tenor: Flöha hat in allen drei Bereichen viel zu bieten, was selbst den Einwohnern nicht bekannt ist. "Viele fahren in die Sachsenallee. In Flöha einzukaufen - dazu muss man sich bewusst entscheiden", so Sternkopf. Sie habe jüngst aber gute Erfahrungen beim Kauf von Schulbedarf gemacht: "Der persönliche Service war klasse, viel besser als in Chemnitz. Aber wie kriegt man das in die Köpfe?" Die Vorschläge reichten von einer Internetseite mit allen Geschäften über ein Gutscheinheft bis zum Einrichten einer Stelle für das Stadtmarketing, ähnlich wie in Oederan in der Verwaltung oder über ein Fördermittelprojekt. Dafür gab es viel Zustimmung. Der ideale Kandidat, so die Runde, müsse Vereine und Firmen kennen. Dieser könnte auch das zweite Problem angehen: Das Veranstaltungen zu wenig bekannt sind. "Es wäre grandios, wenn jemand alle Termine erfasst", so Walthelm. "Dann gäbe es auch weniger Überschneidungen", so Bergmann.

Schwierig sei es auch, Schulabgänger zu halten. "Das Handwerk braucht Leute, aber es kommen kaum Bewerbungen", so Cornelia Graf. Eine lokale Bildungsmesse wie im Gymnasium auch an der Oberschule auszurichten, war eine Idee aus der Runde. Der nächste Kommunale Stammtisch ist für den 18. Oktober, 18.30 Uhr in Helmerts Restaurant in Planung.

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