Enduro: Kein WM-Lauf ohne Publikum

Für die Veranstaltung vom 16. bis 18. Oktober besteht noch Hoffnung

Zschopau.

Der MSC Rund um Zschopau wartet weiter ab. Eine Entscheidung, ob der Verein den für das dritte Oktober-Wochenende in der MZ-Stadt geplanten Lauf um die Enduro-Weltmeisterschaft ausrichten wird, ist noch nicht gefallen. "Es ist extrem schwierig", verweist Fahrtleiter André Rudolph auf die fehlende Planungssicherheit, was Veranstaltern von sportlichen Großveranstaltungen in Coronazeiten das Leben schwer macht. "Auch wenn es momentan nicht so gut aussieht, abgesagt ist noch nichts. Hoffnung ist noch da", so Rudolph nach einer MSC-Vorstandssitzung in dieser Woche. 14 Tage werde der Verein noch warten, bis eine Entscheidung getroffen werden soll.

Zwar seien seit den Lockerungen im Juni wieder Sportveranstaltungen möglich, doch das könne sich jederzeit auch wieder ändern, verweist Rudolph auf das große finanzielle Risiko: "Als Veranstalter gehst du immer in Vorlauf." Gleichzeitig betont das Vorstandsmitglied jedoch: "Wenn wir jetzt alles abblasen, ärgern wir uns vielleicht später, wenn es doch gegangen wäre."

Es gebe noch zu viele offene Fragen. Etwa: Dürfen alle Fahrer des so schon überschaubaren Starterfeldes überhaupt nach Deutschland einreisen? Oder: Sind Zuschauer erlaubt? Eine "abgespeckte Variante" von "Rund um Zschopau" schließt Rudolph aus. "Wie sollen wir als Veranstalter gewährleisten, dass keine oder nur eine bestimmte Anzahl Zuschauer an die Strecke kommen? Das ist unmöglich." Zudem könnten die Kosten ohne Zuschauereinnahmen nicht gedeckt werden. Einen WM-Lauf ohne Publikum werde es also definitiv nicht geben.

Nachdem die fürs erste Halbjahr geplanten Läufe in Portugal, Spanien, Italien, Ungarn, Estland und Schweden pandemiebedingt ausfielen, soll die Enduro-WM nun im September in Frankreich (18. bis 20.) beginnen sowie eine Woche später in Italien und vom 16. bis 18. Oktober in Zschopau Station machen. Die ausgefallenen Läufe in Spanien und Portugal sollen im November nachgeholt werden, wodurch auch das Finale nicht wie geplant im Erzgebirge steigen würde.

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