Galerie Roter Turm sucht neue Mieter

In dem Chemnitzer Einkaufszentrum sind mehrere Verträge ausgelaufen. Anschlusslösungen wird es allerdings so schnell nicht geben.

Chemnitz.

Zwei leere Läden an den Hauptpassagen im Erdgeschoss, dazu eine schon länger ungenutzte Fläche im Obergeschoss: Das Management der Galerie Roter Turm in der Innenstadt von Chemnitz ist auf der Suche nach neuen Geschäften. Ende des vergangenen Jahres waren zwei Mietverträge ausgelaufen, die entsprechenden Flächen an der Kloster- bzw. Nikolaipassage sind seit Anfang dieses Jahres für die Öffentlichkeit verschlossen.

Betroffen davon ist zum einen das Ladengeschäft der ehemaligen Apotheke, das unmittelbar am Ausgang zum Düsseldorfer Platz gelegen ist. Zum anderen handelt es sich um ein Geschäft in der Mitte der Klosterpassage zwischen Neumarkt und Galerie-Innenhof, wo bis Ende Dezember 2018 der Modeausstatter Lacoste eine Filiale unterhalten hatte. Während es sich bei letztgenannter Einheit mit 50 Quadratmeter um einen eher kleinen Laden handelt, ist die ehemalige Apothekenfläche mit 300 Quadratmeter exakt sechs mal so groß.

Center-Manager Jörg Knöfel sagte der "Freien Presse", derzeit liefen Gespräche über eine Nachnutzung der beiden Geschäfte. Mit einer Neueröffnung rechnet er nach eigenem Bekunden allerdings nicht vor Jahresmitte. Auch das mögliche Sortiment der neuen Nutzer sei noch offen: Möglich ist laut Knöfel, dass in beide Läden Textilgeschäfte einziehen, obwohl die kleinere der beiden Einheiten nach seinen Worten dafür eigentlich zu klein ist. Ziemlich sicher sei allerdings, so der Center-Manager, dass es auf der größeren Fläche keine Apotheke mehr geben wird. Der Grund: In der Chemnitzer Innenstadt gebe es bereits mehrere Apotheken, der Markt sei in diesem Segment eher gesättigt.

Die beiden Läden sind zurzeit aber nicht der einzige Leerstand in der Galerie Roter Turm. Nachdem die Filiale der Elektronikmarkt-Kette Saturn im Frühjahr 2017 deutlich verkleinert worden war, ist eine mehrere Tausend Quadratmeter große Fläche im zweiten Obergeschoss des Einkaufszentrums noch immer ungenutzt. Ursprüngliche Pläne, dort ein Fitnessstudio unterzubringen, wurden nicht umgesetzt. Centermanager Jörg Knöfel hofft dennoch weiter auf eine Nutzung des Areals durch die Freizeitbranche. Für den Einzelhandel sei der Raum im zweiten Obergeschoss jedenfalls zu abgelegen.

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