Grünhainichen lässt den Nachwuchs machen

Neun Orte in Sachsen beteiligen sich am Projekt "Jugend bewegt Kommune" - warum die Verantwortlichen gern in die Gemeinde kommen.

Grünhainichen.

Das Projekt "Jugend bewegt Kommune" laufe in allen teilnehmenden Gemeinden gut, sagt Jörg Bartusch. Aber in Grünhainichen, so der Mitarbeiter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) weiter, unterstütze eine "besonders aktive und agile Verwaltung" das Programm, das helfen soll, ländlichen Raum kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. "Hier werden Gestaltungsräume geöffnet statt verschlossen", sagt der Sozialarbeiter, der bei der DKJS-Regionalstelle Sachsen in Dresden angestellt ist.

Der Startschuss fiel im Sommer 2019 mit dem ersten Kinder- und Jugendmeeting in Grünhainichen, an dem 30 Mädchen und Jungen aus allen drei Ortsteilen teilnahmen. In drei Arbeitsgruppen erarbeiteten sie Ideen, was sie sich für ihren Ort wünschen.

Erste sichtbare Ergebnisse waren Baufortschritte in und vor der alten Turnhalle in Grünhainichen, wo der Jugendklub gemeinsam mit dem Turnverein eine ehemalige Wohnung zum Treff umgestaltet. "Der Trockenbau ist fertig, jetzt sind Elektro- und Klempnerarbeiten dran", sagt Robert Arnold. "Einweihung ist noch in diesem Jahr", so der Bürgermeister weiter. Spätestens dann soll auch die mit Projektfördermitteln angeschaffte Beamer-Anlage in Betrieb genommen werden. Die Insektenhotels und Vogelkästen auf dem Spieldosenplatz, die im Oktober beim zweiten Kinder- und Jugendmeeting entstanden sind, werden bereits genutzt. Rund 3000 Euro hat die DKJS für die Aktionen lockergemacht. Für 2020 sei eine ähnliche Summe vorgesehen. "Wir wollen helfen, Sachen anzuschieben, sowie leitend und beratend zur Seite zu stehen. Und zwar so, dass es bei Projektende auch ohne uns weitergeht", so der Dresdner.

"Die Jüngsten sind neun, die Ältesten Mitte 20. Das Projekt kommt sehr gut an. Ich finde es einfach cool, wie sich Kinder und Jugendliche aus allen drei Ortsteilen einbringen. Das hätte ich nicht unbedingt so erwartet", sagt Verwaltungschefin Kathrin Ardelt. Bürgermeister Arnold ergänzt: "Unsere Aufgabe ist es, die Gemeinde so attraktiv zu machen, dass die Jugend hierbleibt. Und das geht am besten zusammen."

Das dritte Meeting findet am 29.Februar in Borstendorf statt. "Da soll es auch darum gehen", sagt Projektbetreuer Jörg Bartusch, "wie die dauerhafte Begleitung der Kinder- und Jugendarbeit durch die Kommune aussehen soll."

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