Im Sommer soll der erste Fabrikhonig geerntet werden

Die Bienenvölker an der Spinnerei in Falkenau sind gut durch den Winter gekommen. Eine Garantie für viel Honig ist das nicht.

Flöha/Falkenau.

Falk Meyer ist zufrieden: Die Bienenvölker, die der Imker aus Flöha im vorigen Jahr auf dem Gelände der alten Baumwollspinnerei in Falkenau aufgestellt hat, haben den Winter gut überstanden. Die Völker sind vital, zählen viele Bienen und bereits reichlich Brut. Voraussichtlich im Sommer kann Meyer den ersten Fabrikhonig ernten. Wie hoch die Ausbeute sein wird, ist aber trotz der guten Ausgangslage schwer vorauszusagen. "Es gibt sehr viele Faktoren, die den Ertrag beeinflussen", sagt Meyer.

Der Gründer und Inhaber der Firma Psywork, Daniel Held, hat im vorigen Frühjahr rings um die alte Spinnerei auf der Fabrikinsel in Falkenau eine 3500 Quadratmeter große Wildblumenwiese angelegt. Das Unternehmen Psywork, das Schwarzlicht-Partyausstattung entwickelt und vertreibt, hat seit zweieinhalb Jahren seinen Sitz auf der Falkenauer Fabrikinsel.

Der Flöhaer Imker Falk Meyer (33) stellte im vergangenen Sommer zwanzig Bienenstöcke zwischen die farbenfrohen Blüten. Der Standort ist sehr gut - sonnig und windgeschützt, sagt Meyer, der seit 20 Jahren Imker ist, Buckfastbienen züchtet und der seine Bienenvölker aktuell an fünf Standorten aufgestellt hat. Vier Standorte befinden sich rings um Flöha, einer in Dresden. Einmal wöchentlich werden die Völker kontrolliert.

Nachdem die Königin bereits nach der Wintersonnenwende damit beginnt, wieder mehr Eier zu legen, wächst das Bienenvolk jetzt im Frühjahr sehr schnell. Die ersten Wiesenblumen und die Obstblüte sorgen für Nahrung. Und mit dem Raps beginnt in diesen Tagen auch die inzwischen einzige verbliebene Massenfrucht für die Bienen zu blühen.

Falk Meyer schaut in jede Kiste und prüft, ob die Bienen noch ausreichend Platz haben. Wenn es zu eng wird, könnten die Völker veranlasst sein, ihren Stock verlassen, also zu schwärmen. Das will der Imker verhindern, und deshalb muss Falk Meyer den Platzmangel rechtzeitig erkennen und dem Bienenvolk dann mehr Raum geben.

Seinen Honig vertreibt der Flöhaer Imker, der seine Brötchen als Bankkaufmann verdient, in Geschäften der Region - zum Beispiel in den Edeka-Märkten Gabriel, im Falkenauer Dorfladen, in der Bauernschänke "Pomselberg" sowie bei der Fleischerei Böttcher in Flöha. Meyer setzt auf die Kooperation der kurzen Wege, obwohl er seinen Honig auch online vertreibt.

Der Falkenauer Fabrikhonig, ein Wildblütenhonig, der im Sommer erstmals geerntet werden soll, ist ein weiteres Produkt der regionalen Zusammenarbeit. Und Psywork-Inhaber Daniel Held wird einen Teil der süßen Ausbeute von seiner Wildblumenwiese selbst vertreiben.

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