In Flöha müssen mehr als 60 Bäume gefällt werden

In Falkenau fällt die zweite Lutherlinde, in Flöha wird Pappelwald gelichtet

Flöha.

In den nächsten drei Wochen werden in Flöha mehr als 60 Bäume gefällt. Schwerpunkt der Baumpflege und Fällarbeiten ist der Pappelwald entlang der Lessingstraße zwischen der Kleingartenanlage Am Flöhastrand und dem Fluss. Diesen Auftrag im Umfang von rund 21.300 Euro hat der Technische Ausschuss am Donnerstagabend an eine Firma aus Bernsdorf im Landkreis Zwickau vergeben. Gefällt werden die Bäume auf einem fünf bis zehn Meter breiten Streifen. Die Baumfällung ist Resultat der Kontrollen im Herbst. Die meisten der Bäume, die das durchschnittliche Lebensalter einer Pappel längst überschritten haben, haben einen hohen Anteil an Totholz. "Ein Baumschnitt in dem kleinen Wäldchen wäre äußerst aufwendig", sagte der Leiter der Bauverwaltung, Andre Stefan. Langfristig müsse man sich Gedanken über eine komplette Neugestaltung der Fläche machen, hieß es.

Im Zuge der Baumpflegearbeiten, die in acht Lose aufgeteilt wurden, müssen auch zwei markante und das Ortsbild prägende Bäume gefällt werden: Eine der Stieleichen am Eingang zur Georgenkirche in Flöha und die zweite Lutherlinde an der Schulbrücke in Falkenau. "Das sind zwei Bäume, deren Verschwinden weh tut", sagte Andre Stefan. Aber die Fällung sei unvermeidlich. Die Stieleiche an der Dresdner Straße sei im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr untersucht und als akute Verkehrsgefährdung eingeschätzt worden. Die Landesbehörde habe eine Baumfällung gefordert. In Falkenau muss nun auch die zweite Lutherlinde gefällt werden. Im Juli vergangenen Jahres war der erste Baum gefällt worden, weil Untersuchungen große Schäden offenbart hatten: Die Krone war kaum ausgebildet, dazu kamen Totholz, Fäulnis und Pilzbefall. "Es ist davon auszugehen, dass bei der Beseitigung der Hochwasserschäden die Wurzeln der Bäume in Mitleidenschaft gezogen wurden, sagte Andre Stefan. Die Baumfällungen und Pflegearbeiten müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein, weil dann die Schonzeit für Insekten und Singvögel beginnt.


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