Kriebstein will Ortsteile neu ordnen

Einwohner sollen sich durch die Bezeichnungen besser mit ihrem Wohnort identifizieren können. Neue Räte gibt es nicht.

Kriebstein.

Für Bürgermeisterin Maria Euchler geht es bei der Neuordnung der Kriebsteiner Ortsteile um Identität. "Vielen Menschen ist es nicht gleichgültig, wie die Gemeinde oder der Ortsteil heißt, in dem sie leben", sagte sie. Dass Kriebstein nicht als eigener Ortsteil in den Ämtern geführt wurde, habe etliche Einwohner lange geärgert. Auch in den Ausweisen sei als Ortsteil Höfchen vermerkt worden. Die Verwaltung im Dorf verwendete die Ortsteilbezeichnung Höfchen mit Kriebstein.

Ähnlich wurde mit den Höckendorfern verfahren, sie waren in der Auflistung der Gemeindeverwaltung dem Ortsteil Grünlichtenberg zugeordnet. Ungeachtet dessen, dass deutschlandweit Kommunen fusionieren und Kreise zu Regionen verschmelzen, entschied der Kriebsteiner Gemeinderat, künftig klarer zu trennen. Aus den zuvor sechs Ortsteilen wurden acht gebildet. In der Gemeinderatssitzung am heutigen Montag soll diese Entscheidung aus dem Vorjahr nun durch den Beschluss einer neuen Hauptsatzung in einem letzten Schritt besiegelt werden.

"Die Mitglieder des neu gewählten Gemeinderates werden von einem externen Anbieter für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geschult. Dabei geht es unter anderem um Grundlagen der Kommunalpolitik und verwaltungstechnische Fragen", sagte Euchler. Im Anschluss stehen in der öffentlichen Sitzung Beschlüsse zu Satzungsanpassungen und Bauanträgen auf der Tagesordnung. Kriebstein wolle weder Menschen noch Unternehmen verlieren, sagte sie. Deshalb würden identitätsstiftende Maßnahmen unterstützt. Auf ihre Ortseingangs- und -ausgangsschilder mit dem Namen des jeweiligen Ortsteils hatten die Einwohner der Gemeinde schon früher bestanden. Jetzt soll für die Ortsteile Kriebstein und Höckendorf noch die formale Entscheidung folgen. Neue Ortschaftsräte sind für die knapp 40 Bewohner des Ortsteiles Kriebstein und die etwas mehr als 70 Höckendorfer laut Euchler künftig allerdings nicht vorgesehen. "Es bleibt wie bisher bei sechs Ortschaften", stellte sie klar.

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