Krippenplatz wird um fast 33 Euro pro Monat teurer

Reinsberger Gemeinderat setzt ab September neue Elternbeiträge in Kraft

Reinsberg.

Der verbesserte Personalschlüssel für die Betreuung in der Kinderkrippe führt in der Gemeinde Reinsberg zu einer deutlichen Erhöhung der entsprechenden Elternbeiträge. Das hat Bürgermeister Bernd Hubricht (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates erklärt. Konkret verteuert sich der von den Eltern monatlich zu zahlende Betriebskostenanteil für die Neun-Stunden-Betreuung ab September dieses Jahres von 217,73 Euro um rund 15 Prozent auf 250,67 Euro. Der Gemeinderat hat neue Sätze auch für Kindergarten und Hort gebilligt.

Nach dem Willen des Landtages soll eine Krippenerzieherin im Freistaat seit September 2018 nur noch fünf statt 5,5 Mädchen und Jungen betreuen. Der höhere Personalbedarf führt zu höheren Betriebskosten. Die Mütter und Väter bekommen die Erhöhung erst jetzt zu spüren, da ihr Anteil an den Ausgaben anhand der Abrechnung für das Jahr 2019 berechnet wird. Neben den Personalbudget schlagen dabei auch Veränderungen bei den Energiepreisen und weiteren Kosten zu Buche.

In Reinsberg müssen die Eltern ab September auch für die Betreuung ihrer Sprösslinge im Kindergarten und im Hort mehr bezahlen. Die Erhöhungen fallen hier aber nicht so drastisch aus. So kostet die Neun-Stunden-Betreuung im Kindergarten für ein Kind künftig pro Monat 121,45 Euro; das sind 9,15 Euro mehr als bisher. Im Hort - hier wird mit sechs Betreuungsstunden pro Tag gerechnet - verteuert sich der Platz monatlich um 4,94 Euro auf 65,58 Euro. Alleinerziehende und Geschwisterkinder erhalten Ermäßigungen, ebenso gibt es Abschläge bei verkürzten Betreuungszeiten. Laut Gesetz müssen die Eltern 20 bis 23 Prozent (Krippe) beziehungsweise 20 bis 30 Prozent der Betriebskosten selbst tragen. Reinsberg orientiert sich am Mittelwert dieser Preisspanne. Laut Abrechnung hat ein Krippenplatz 2019 insgesamt 1012,71 Euro pro Monat gekostet, im Kindergarten waren es 449,18 Euro und im Hort 242,57 Euro.

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