Lagerhalle im Gewerbegebiet geplant

Der private Investor des Areals an der B 173 in Niederwiesa wartet noch auf die Baugenehmigung. Auch ein anderes Projekt ist nicht gänzlich abgeschrieben.

Niederwiesa.

Im Gewerbegebiet Niederwiesa an der B 173 soll eine weitere Halle entstehen. Das bestätigte der private Investor Uwe Kriegsmann. Auf rund 2000 Quadratmetern entsteht ein Zweckbau. Kriegsmann rechnet mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro. Neben Lagerkapazitäten kann die Halle auch Produktionseinheiten beherbergen. Diese können vermietet oder verkauft werden. "Es gibt Interessenten mit denen wir in Gesprächen sind", sagt Kriegsmann. Einen Teil der Halle möchte er mit seinem Unternehmen Europatransporte selbst nutzen.

Zuletzt waren entlang der B 173 Bäume gefällt worden. Der Unternehmer hatte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. "Wir hatten Auflagen, weil die Bäume den Verkehr beeinträchtigen", sagt Kriegsmann. "Wegen unseres Vorhabens haben wir außer der großen Eiche die Bäume direkt gefällt." Für Ersatz werde an anderer Stelle gesorgt.

Das neue Gebäude soll von zwei Seiten erschlossen werden. Es wird eine Zufahrt direkt von der B 173 aus geben und eine weitere von der Dresdner Straße aus. Diese ist entlang des bestehenden Geländes des Fliesenmarktes vorgesehen.

Noch allerdings können die Bauarbeiten nicht beginnen. "Ich warte auf die Baugenehmigung aus dem Landratsamt", sagt Kriegsmann. Eigentlich sollte der Bau schon in diesem Jahr begonnen werden, doch zunächst seien Auflagen zu erfüllen gewesen. Einen gewissen Unmut gegenüber dem Gemeinderat von Niederwiesa kann Kriegsmann sich zudem nicht verkneifen: "Wenn der Rat mitspielen würde, wäre längst gebaut worden."

Die Beziehung zwischen dem Rat und Kriegsmann darf ohnehin als angespannt bezeichnet werden. Denn bei einem anderen Vorhaben im Gewerbegebiet hat das Gremium die Ampel auf Rot gestellt. Kriegsmann würde gerne direkt an der Kreuzung einen SB-Markt errichten. Die Gemeindeverwaltung unterstützt diesen Plan, doch die Mehrheit der Gemeinderäte ist mit Blick auf den Edeka-Markt im Ortskern gegen einen Supermarkt am Ortsrand. Für Kriegsmann unverständlich. Denn zum einen gebe es aus der Bevölkerung heraus immer wieder die Forderung nach einem zweiten Einkaufsmarkt. Zum anderen gebe es auch Interessenten und interessante Erkenntnisse aus der Marktforschung. "Es wäre zwischen Chemnitz und Freiberg der einzige Supermarkt auf der rechten Seite", erklärt Kriegsmann. Solche wiederum würden gerade vom Durchgangsverkehr bevorzugt angesteuert. (mit mbe)

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