Maschine brennt in Lackiererei in Adelsberg

Am frühen Morgen ist das Feuer ausgebrochen. Starker Rauch drang aus der Werkstatt. Doch die Polizisten waren nicht nur deshalb vor Ort.

Adelsberg.

Gert Leichsnering steht am gestrigen Dienstagvormittag in der verrußten Werkstatt seiner Lackiererei. Es riecht noch leicht nach Rauch. Gegen 5 Uhr sei er von einem Anwohner informiert worden, dass in seiner Firma ein Brand ausgebrochen sei, sagt er. Rund 30 Minuten später war Leichsnering in seiner Firma an der Kleinolbersdorfer Straße. Zu diesem Zeitpunkt waren Polizei und Feuerwehr bereits im Einsatz.

In dem Firmengebäude waren eine Maschine und damit auch Lacke in Brand geraten, teilte die Polizei später mit. Das habe zu einer erheblichen Rauchentwicklung geführt. Personen wurden nicht verletzt. Bewohner einer direkt an das Areal angrenzenden Eigenheimsiedlung waren jedoch am Morgen vor möglicherweise giftigen Rauchwolken gewarnt worden. Sie wurden gebeten, die Fenster geschlossen zu halten. Wenige Stunden nach dem Brand war Rauchgeruch jedoch kaum noch wahrnehmbar. Auch die Sperrung der Kleinolbersdorfer Straße für Löscharbeiten wurde gegen 8 Uhr aufgehoben.

Gert Leichsnering, der seit 1993 in dem Gewerbekomplex an der Kleinolbersdorfer Straße in Adelsberg arbeitet, hofft nun, dass die Versicherung den Schaden übernimmt. Wie hoch der ausfällt, konnte der Chemnitzer gestern noch nicht sagen. Er wartete sowohl auf die Brandursachenermittler der Polizei als auch auf den Gutachter seiner Versicherung. Polizisten untersuchten später den Brandort. Ein Ergebnis liegt derzeit noch nicht vor, die Ermittlungen dauern an.

Auf Gert Leichsnering kommt nun jede Menge Arbeit zu. Auf jeden Fall müsse der Werkstattraum gereinigt und die Elektrik erneuert werden, sagte der Inhaber. In dem Raum werden vor allem Arbeitsgeräte gelagert. Die Industrielackiererei, die in früheren Jahren auch Motorräder von MZ in Zschopau lackierte, war bis auf die in Brand geratene Werkstatt jedoch arbeitsbereit.

Probleme für andere Firmen in dem Gewerbekomplex gab es infolge des Brandes offenbar nicht. "Für uns bestand keine Gefahr", sagte ein Mitarbeiter einer benachbarten Reparaturwerkstatt.

In dem Areal neben dem Gewerbekomplex in Adelsberg fand am gestrigen Dienstag zudem eine große Übung von Polizei und Rettungskräften statt. 55 Polizisten übten mit etwa 20 Mitarbeitern der Rettungszweckverbände Chemnitz-Erzgebirge und Mittelsachsen im Bereich der Walter-Janka-Straße die Zusammenarbeit bei einer lebensbedrohlichen Einsatzlage, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Straßen waren mit Fahrzeugen abgesperrt, Polizisten standen mit Maschinengewehren im Anschlag davor.

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