Niederwiesa hat ab Januar 2020 einen neuen Bürgermeister

Ein überzeugendes Votum: Raik Schubert von der Bürgerinititiative Niederwiesa ist der Sieger der Bürgermeisterwahl am gestrigen Sonntag.

Niederwiesa.

Die Niederwiesaer haben gewählt. Am 1. Januar 2020 wird Raik Schubert (Bürgerinitiative Niederwiesa) ins Rathaus einziehen. Der gelernte Maschinenbaumeister aus Braunsdorf, der die amtierende Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos) herausgefordert hatte, konnte 1690 von 2450 gültigen Stimmen auf sich vereinen. Er kommt damit auf 69 Prozent der Wählerstimmen. Die amtierende Bürgermeisterin erhielt 760 Stimmen. Wahlberechtigt waren 4149 Bürger. Das teilte Gemeindewahlleiter Mirko Ott am Sonntagabend auf Anfrage der "Freien Presse" mit.

Raik Schubert, der das offizielle Wahlergebnis mit Mitgliedern der Bürgerinitiative und Freunden in der Niederwiesaer Gaststätte "Schwalbennest" abgewartet hatte, war von seinem Sieg überrascht: "Mit einem so klaren Sieg habe ich nicht gerechnet." Er selbst habe gegen 13 Uhr gewählt und im Braunsdorfer Wahllokal, dem kleinsten von fünf Wahllokalen, die Stimmenauszählung verfolgt. Dann sei er nach Lichtenwalde zur Auszählung gefahren. Dass auch in Niederwiesa das Votum klar für ihn ausfiel, damit habe er nicht gerechnet. Schon im Wahlkampf hatte der 49-Jährige, der als Produktionsmeister in einer familiengeführten Neukirchener Metallbaufirma arbeitet, vermutet, dass er es dort schwerer haben würde als die amtierende Bürgermeisterin in ihrem Heimatort.

Während Schuberts Anhänger ausgelassen feierten, hielt sich der zukünftige Bürgermeister noch sehr bedeckt. Als fair schätzte er den Wahlkampf ein. Dieser sei in der erfolgten Art und Weise, gerade durch die mediale Werbung, eine neue Erfahrung für alle gewesen.

Viel Zeit, sich feiern zu lassen, blieb Raik Schubert sowieso nicht: Am Montagmorgen sollte für ihn ganz normal 5 Uhr der Wecker klingeln. Er habe nicht frei, sondern werde zur Arbeit gehen, sagte er am Telefon. Seinen Mitstreitern habe er bereits angekündigt, dass er sich zur Gemeinderatssitzung im Dezember zurückhalten werde. Es wird die letzte Gemeinderatssitzung für Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos) sein. Ihre Legislaturperiode endet am 31. Dezember 2019.

Wie es danach weitergeht, wisse sie noch nicht, sagte sie am Sonntagabend auf Anfrage. Per Nachrichtendienst Whatsapp hatte sie kurz zuvor ihrem Kontrahenten zum Wahlsieg gratuliert. Dieser habe sich bei ihr auch für die Glückwünsche bedankt. Meiers Kommentar zum Wahlergebnis: "Die Wähler haben sich so entschieden. Das akzeptiere ich. Es gibt auch ein Leben danach."

Gemeindewahlleiter Mirko Ott bestätigte eine reibungslose Wahl, bei der 55 Wahlhelfer sehr gute Arbeit geleistet hätten. Schon kurz vor 20 Uhr stand das offizielle Ergebnis fest. Am morgigen Dienstag wird die Rechtsaufsichtsbehörde im Landratsamt das Wahlergebnis noch einmal prüfen, dann erfolgt die Bekanntmachung im Amtsblatt. Die Frist für Einwände betrage eine Woche nach der Bekanntmachung.

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