Ortsvorsteher hofft auf Radrennen im Sommer

Der Wettkampf in Großwaltersdorf ist nicht nur für die Sportler ein Höhepunkt eines jeden Jahres. Ob er stattfinden kann, ist allerdings noch nicht klar.

Großwaltersdorf.

Bei den Planungen für das laufende Jahr hat Andreas Strelow noch die Handbremse angezogen. "Ideen für neue Projekte und die Durchführung traditioneller Veranstaltungen gibt es genug. Aber wegen der Coronapandemie ist es sicherlich im Moment nicht absehbar, was tatsächlich durchgeführt werden kann", sagt der Großwaltersdorfer Ortsvorsteher. "Mein dringlichster Wunsch ist, dass sich die Situation mehr und mehr beruhigt und bald wieder etwas Normalität in unser Leben einzieht", so der 44-Jährige.

Im Sommer stehe mit dem Radrennen eine Veranstaltung an, die genau vor 50 Jahren, nämlich 1971, ihre Premiere erlebte. Seitdem hat sich dieser Wettbewerb im Eppendorfer Ortsteil längst über die sächsischen Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Bekannte Pedaleure wie Ausnahmeathlet Wolfgang Lötzsch, Friedensfahrtteilnehmer Hans-Joachim Hartnick oder der spätere mehrfache Tour-de-France-Etappensieger Erik Zabel waren schon dabei. "In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, das Rahmenprogramm mit dem einheimischen Rennen sowie den Kinderwettbewerben weiterhin interessant zu gestalten. Somit ist es ein Ereignis, dass nicht nur Sportler, sondern auch sehr viele Einwohner begeistert", sagt der Ortsvorsteher. Er hatte es sich in der Vergangenheit nicht nehmen lassen, selbst aktiv in die Pedale zu treten.

Die freiwillige Feuerwehr des Ortes hat in diesem Jahr auch einen Grund zum Feiern, denn sie begeht ihr 90-jähriges Bestehen. Wie Ortswehrleiter Dirk Ranft mitteilte, plane die Truppe wegen der herrschenden Unsicherheit aktuell keine Feier. "Auch das Osterfeuer, das seit Jahren Tradition ist, steht deshalb auf der Kippe", bedauert Andreas Strelow. Aber er sei froh darüber, dass bestimmte Bauvorhaben realisiert werden können. So soll dieses Jahr die Sanierung des Neuen Weges beginnen, auch der Escheteich bekomme eine Runderneuerung. "Zudem hoffe ich, dass nun auch die Sanierung unseres Sportplatzes starten kann. Bauherr ist der TSV Großwaltersdorf/Eppendorf", sagt der Ortschef. "Ansonsten gibt es aus meiner Sicht aktuell keine Baumaßnahmen, die auf einer Prioritätenliste ganz weit oben stehen müssten", schätzt er ein.

Sobald es die Bedingungen zulassen, möchte Strelow auch eine Frühjahrsputzaktion starten. "Wenn viele fleißige Hände mit anpacken, ist an einem Samstagvormittag viel geschafft. Und anschließend kann man sich noch auf eine Bratwurst am Grill treffen", erklärt er.

Bereits angeschoben hat Strelow einen Malwettbewerb für Kinder. Unter dem Thema "Mein Heimatort" sind die Mädchen und Jungen aufgerufen, ihre Eindrücke von Großwaltersdorf auf Papier zu bringen. "Weitere Vorgaben haben wir dazu nicht gemacht. Die Bilder sind bis allerspätestens 31. Januar bei mir oder in unserem Kindergarten abzugeben", erklärt der Kommunalpolitiker. Später sollen die kleinen Meisterwerke in der Heimatscheune gegenüber dem Hotel "Trakehnerhof" ausgestellt werden. Das Mitmachen lohne sich. Denn unter allen Teilnehmern würden kleine Preise verlost. Wie Strelow verriet, gebe es auch Eintrittskarten für das Freibad oder Gutscheine für die Backstube Karli II in Eppendorf.

Die Ortschaftsratssitzungen seien derzeit wegen der Coronapandemie ausgesetzt. "Wenn wir etwas abstimmen müssen, klären wir das in unserer WhatsApp-Gruppe oder per Telefon", erklärt Strelow.

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