Primadonna del Rio hat geheiratet

Die argentinische Sopranistin hat den Trompeter Richard Weiß aus Leipzig geheiratet. Kennengelernt haben sich die beiden an ihrem Arbeitsplatz.

Freiberg.

Sie ganz in Weiß, er im dunkelblauen Anzug mit Weste: Leonora del Rio, Primadonna am Mittelsächsischen Theater, und Richard Weiß, Trompeter an der Mittelsächsischen Philharmonie, haben im Sommer geheiratet. Zunächst standesamtlich im Schloss Freudenstein in Freiberg und dann kirchlich in Markkleeberg bei Leipzig. Denn Richard Weiß stammt aus Leipzig, und ein großer Teil seiner Familie lebt heute noch dort. Die argentinische Sopranistin heißt jetzt Leonora Weiß-del Rio.

Die Sängerin, die zuletzt auf der Seebühne in Kriebstein als Fischermädchen Annina in "Eine Nacht in Venedig" brillierte, erzählt: "Kennengelernt haben wir uns an unserem Arbeitsplatz, und das Schöne ist, dass wir oft bei den gleichen Projekten zusammen sind. Aus unterschiedlichen Perspektiven - er vom Orchestergraben und ich auf der Bühne. Wenn also die Vorstellung läuft, sehen wir uns meistens nicht - aber man ,hört' dafür umso genauer auf den anderen."

Nach der großen Hochzeit seien sie "selbstverständlich in den Flitterwochen gewesen, was auch gleichzeitig ein wohlverdienter Urlaub war." Leonora Weiß-del Rio: "Die vergangene Spielzeit war sehr schön und sehr fordernd."

Nun blicke sie den neuen Herausforderungen der neuen Spielzeit am Mittelsächsischen Theater entgegen. Sowohl die Rosalinde in der Operette "Fledermaus" von Johann Strauss, Magda Sorel in Menottis "Konsul" oder die Gräfin von Coigny aus Francesco Cileas Oper "Adriana Lecouvreur" sind tolle Partien, auf die sie sich sehr freue, sagt Leonora Weiß-del Rio. Zur heutigen Spielzeiteröffnung singt sie aus der Oper "André Chénier" von Umberto Giordano die Arie der Maddalena: "La mamma morta" - als Vorgeschmack auf die Neuinszenierung.

Spielzeiteröffnung heute ab 19.30Uhr im Freiberger Theater. Es gibt eine Gala zum 25-jährigen Bestehen von Mittelsächsischem Theater und Mittelsächsischer Philharmonie. Das Orchester spielt Musik von Rossini, Verdi und Wagner. Schauspieler unterhalten mit Anekdoten. Neue Ensemblemitglieder und Vorhaben der Saison werden vorgestellt. Eintritt frei. Der Theaterförderverein Freiberg lädt anschließend ins Foyer ein.

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