Sachsens Chemie-Ass ist ein Augustusburger

Jonas Buschbeck gewann den Wettbewerb im Freistaat. Die Mitteldeutschlandrunde beendete er auf Platz 10 - per Videoklausur.

Augustusburg.

Eigentlich ist Chemie nicht das Lieblingsfach von Jonas Buschbeck. Trotzdem beherrscht er die Themen rund um sogenannte Stoffverbindungen. Das konnte er beim Wettbewerb "Chemie - die stimmt!" unter Beweis stellen und holte sich den Sieg im sächsischen Landesausscheid.

Bereits im November vergangenen Jahres stand die erste Runde auf dem Plan. Dabei musste der Neuntklässler eine Hausaufgabe bearbeiten, die es in sich hatte. "Die Aufgabe war recht schwierig; man musste sich selbst Wissen erarbeiten, weil Sachen abgefragt wurden, die noch nicht im Unterricht behandelt wurden", berichtet der Schüler des Regenbogengymnasiums Augustusburg. "Wir konnten zur Unterstützung jeden fragen und nach Lösungsansätzen im Internet suchen", sagt er. Mit Bravour erreichte er mit seiner Lösung die zweite Runde, den sächsischen Landesausscheid.

"2019 wurde eine Klausur in der Uni Dresden geschrieben. Dieses Jahr gab es coronabedingt eine zweite Hausaufgabenrunde." Mit den Aufgaben musste sich der Schüler also allein am heimischen Schreibtisch herumschlagen. Diesmal war die Hilfestellung eingeschränkt. Eine Unterstützung durch Mitschüler war streng verboten. Für den Schüler war das keine Herausforderung, und er wurde Sachsen-Sieger. Zur Belohnung durfte er sich mit anderen Mitstreitern aus ganz Mitteldeutschland messen. Da das Coronavirus und damit verbundene Auflagen dem Wettbewerb einen Strich durch die Rechnung machten, wurde die Klausur im Videochat geschrieben. "Wir brauchten zwei Kameras, die unseren Arbeitsplatz filmten. In einer Videokonferenz mit zehn anderen Teilnehmern meines Jahrgangs wurden wir von zwei Prüfern beobachtet, denn Hilfsmittel waren keine erlaubt." Diese Stufe schloss der Augustusburger als Zehntbester ab. Ein Ergebnis, mit dem er zufrieden ist: "Ich wollte nicht letzter werden, und das ist mir gelungen. Aber natürlich ist es auch ein bisschen schade, dass ich nicht sechster geworden bin. Dann wäre ich zum Bundeswettbewerb gefahren", sagt er.

Im kommenden Jahr will Jonas Buschbeck wieder teilnehmen, auch weil er auf die Unterstützung seines Chemielehrers Jan Bandemer bauen kann, der seine Schüler jedes Jahr zur Teilnahme animiert. "Hoffentlich kann das alles wie geplant stattfinden, und ich erlebe das sonst stattfindende Experiment an einer Uni", so der Schüler. Beruflich will er zukünftig in der Chemie allerdings keinen Fuß fassen. "Ich möchte lieber Maschinenbau studieren und in der Luft- und Raumfahrttechnik arbeiten", sagt Jonas Buschbeck.

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