Schauen, stöbern, fühlen

Ob beim Geocaching, Basteln oder Lesen: Auf dem Oederaner Familientag waren Entdeckungen zu machen.

Freiberg.

Auf dem Markt, dem Altmarkt, An der Kirche, der Großen und der Kleinen Kirchgasse in Oederan hat gestern zum dritten Mal nach 2013 ein Familientag stattgefunden. Zahlreiche Stände luden zum Spielen und Basteln ein. Die Händler rund um den Markt hatten ihre Geschäfte für Besucher geöffnet. Die "Freie Presse" sah sich um.

Geocaching: Geocaching war Neuland für Uroma Annemarie Klose, die sich Sonntagnachmittag mit ihrer Familie rund um den Markt in Oederan auf Entdeckungstour begab. Urenkel Marlene und Jonathan übernahmen das Regiment und führten ihre Familie am Museum, Marktplatz und Kirche vorbei durch die Kleine Kirchgasse und Enge Gasse Richtung Weberhaus, um Ornamente zu finden und Wappen zu untersuchen.

"Erika Wünsch von der Stadtinformation hat mich angesprochen, ob wir zum Familientag in Oederan eine Schatzsuche machen könnten", sagte Nico Kümmling, der sich hobbymäßig seit vielen Jahren mit dem Thema Geocaching beschäftigt. "Weil man dabei normal ein GPS-Gerät benötigt und es für Anfänger zu schwierig ist, die 50 bis 60 versteckten Geocaches rund um Oederan zu finden, haben wir uns für eine leichtere Variante der Schatzsuche ohne Navigationsgerät entschieden", sagt Kümmling. Er erklärte gestern allen Interessenten dieses Spiel, bei dem man am Ende eine Schatzkiste mit Süßigkeiten finden konnte.

Gemüsesudoku und Fühlstation: Ein ganz besonderes Sudoku galt es bei den Landfrauen aus Börnichen zu lösen. "Unser Sudoku besteht nicht aus Zahlen, sondern aus Obst und Gemüse", berichtet Raina Mratzek vom Landfrauenverein. Die Kinder sollten Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten und Äpfel so legen, dass in jeder Reihe jedes Lebensmittel nur einmal vorkam. "Das ist für manche Kinder und auch Erwachsene ganz schön kniffelig", sagt Raina Mratzek. Neben dem Sudoku hatten die Landfrauen noch eine Fühlstation für Kinder aufgebaut. Außerdem verkauften sie selbstgestrickte Söckchen und Stulpen.

Bastelstation: Gleich nebenan war der Stand des Naturkindergartens "Oederaner Kitz" aufgestellt. "Bei uns können die Kinder mit Nägeln ein Motiv in kleine Ast- und Baumscheiben einbringen und danach mit Garn umdrahten", erzählte Juliane Brand-Schubert, die sich mit ihrer Nichte Mary an den Baumscheibenmotiven versuchte. Kleine Mäuse und Igel aus Stroh wurden ebenfalls von Vereinsmitgliedern des "Oederaner Kitz" gebastelt und verkauft. "Mit dem Erlös wollen wir uns eine neue Rutsche für die Kita kaufen", so Juliane Brand-Schubert.

Tretroller & Co.: Der vierjährige Marlon war mehr an den aktiven Spielen beim Oederaner Familientag interessiert. Er testete mit Papa Jonathan Dold und seinem zweijährigen Brüderchen Valentin verschiedene Fahrzeuge, die der Kreissportbund aufgestellt hatte. Von Tretrollern, Lauf- und Fahrrädern, Waveboards über Stelzen bis hin zum Zirkusrad hatte der Kreissportbund über 30 verschiedene sportliche Fortbewegungsmittel zur Verfügung gestellt, die die jüngsten Besucher des Festes sichtlich gerne nutzten.

Leseecke: Ina Kozanek und Marion Graf von der Oederaner Bibliothek freuten sich über die Besucher ihrer Leseecke, die sie liebevoll auf dem Marktplatz aufgebaut hatten. "Wir haben 445 Bücher und Hörbücher aus der Bibliothek herausgeholt und draußen ausgestellt", sagt Ina Kozanek. Neben Sachliteratur fanden Kinderbücher großen Anklang. "Mein Lieblingsbuch heißt ,Petronella Apfelmus'", sagt die sechsjährige Penelope, die mit Mama Kathleen Dabrowski, dem siebenjährigen Max und dessen Mama Kathleen Kilbel auf die großen Schwestern wartete, die mit der "New Generation" des Oederaner Blasorchesters auf der Bühne für Musik sorgten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...