So sehen Sieger aus

Weil es von Eppendorf keine aktuellen Postkarten gibt, hat der Heimatverein eine recht ungewöhnliche Aktion initiiert. Der Erfolg jedoch überraschte alle.

Eppendorf.

Damit hatte keiner gerechnet. Zu Beginn des vom Heimatverein Eppendorf initiierten und von der Gemeinde Eppendorf unterstützen Fotowettbewerbs konnte keiner ahnen, wie gut die Resonanz sein würde. Nach Ablauf der Abgabefrist stand jedoch schnell fest, dass das Projekt gut ankam: 25 Fotografen hatten mehr als als 140 Bilder eingereicht. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im "Hotel Prinz Albert" wurden nun die Preisträger gekürt.

So wurden Margitta Mehnert für ihr Foto von der Eppendorfer Pyramide und Anne-Kathrin Uhlig für ihre Ansicht vom Freibad Eppendorf ausgezeichnet. Einen Preis erhielten auch Gunter Siegmund für seine Sicht auf die Wendeschleife Kleinhartmannsdorf sowie Andy Uhlig, der einen Blick auf den Ortsteil Großwaltersdorf festgehalten hat. "Es gibt nicht den einen Sieger, sondern die vier Preise, die als gleichwertig anzusehen sind", sagte Karl-Heinz Bellmann, der Chef des Heimatvereins Eppendorf.

"Um eine völlig unabhängige Bewertung der Jury zu gewährleisten, wurden die Bilder anonymisiert. Es wusste also vorher niemand, wer der Fotograf ist", sagte Bellmann, der allen Hobbyfotografen, die sich an der Aktion beteiligten, recht herzlich für ihr Engagement dankte. Zur Festveranstaltung wurden deshalb nicht nur die vier Preisträgerfotos gezeigt, sondern alle Einsendungen.

In der Ausschreibung zum Wettbewerb war unter anderem festgeschrieben worden, dass die Urheber alle Rechte an den Heimatverein abtreten. "Unser Ziel ist es, mit den Bildern unter anderem Postkarten produzieren zu lassen. Das wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Perspektivisch sollen alle Fotos dem Fundus der Ausstellung ,Eppendorf - von der Besiedlung bis zur Gegenwart' zugeführt werden", sagte der Vereinschef.

Ansichtskarten für Eppendorf

Den Anstoß für die Postkartenaktion hatte einst Gemeinderat Gerd Kluge in einer Ratssitzung gegeben. Er hatte bemängelt, dass es von Eppendorf keine Postkarten gibt. Daraus entwickelte sich das Projekt, dessen Umsetzung jedoch noch rund ein Jahr in Anspruch nahm.

Eppendorfs Bürgermeister Axel Röhtling (SPD): "Dank des Engagements einiger ehrenamtlicher Helfer konnten wir dieses Vorhaben tatsächlich erfolgreich durchziehen." (kbe)

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