Spielparadies hinterm "Regenbogen"

Drei Tage lang ist in Großwaltersdorf gefeiert worden. Besonders die Kinder sind glücklich, denn ihr neuer Spielplatz erfüllt alle Wünsche.

Großwaltersdorf.

Schaukel, zwei Spielhäuschen, ein Rutschen- und Kletterturm sowie ein neuer Fußballplatz haben die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Regenbogen" in Großwaltersdorf am Wochenende freudig in Beschlag genommen. Drei Tage lang war in der Einrichtung im Eppendorfer Ortsteil das 50-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert worden. In diesem Zuge wurde auch der neu angelegte Spielplatz offiziell eröffnet. Neben neuen Spielgeräten hatte man alte Turngeräte erneuert, den Platz teilweise begradigt und neue Einfassungen gelegt.

Während Donnerstag Vertreter aus dem Landkreis, der Gemeinde, von Firmen und Sponsoren das runde Jubiläum gemeinsam mit den Erziehern in der Kita feierten, fand Freitag ein Treffen mit den ehemaligen Erziehern und technischen Kräften statt. Immer dabei Mädchen und Jungen der Kita, die ein buntes Programm auf der Bühne boten.

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Für das Kinderfest am Samstag hatten sich dann alle ins Zeug gelegt. Feuerwehrleute bauten einen Pavillon auf. Auf dem neuen Fußballplatz wurden Trampoline platziert. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, sodass zwischendurch wegen des kräftigen Regenschauers Programmpunkte und Spieleangebote nach drinnen verlegt werden mussten. Dennoch wurde fröhlich gefeiert, zumal die Sonne wieder rauskam.

"19 Uhr haben wir auf dem Sportplatz gemeinsam mit Gas gefüllte Luftballons steigen lassen. An jedem hing ein Zettel mit einem Wunsch für die Kita und dem Namen des Absenders", erzählt Anette Herold.

"Unsere Einrichtung wurde im Frühjahr 1968 eröffnet. Weil der Spielplatzbau sich im vergangenen Jahr etwas verzögerte und erst Ende des Jahres richtig fertig war, hatten wir uns entschieden, das Jubiläum zusammen mit der offiziellen Eröffnung des Spielplatzes erst in diesem Jahr zu feiern", sagt Anette Herold, die seit 30 Jahren Leiterin der Einrichtung ist.

Aktuell werden 105 Kinder von ein bis zehn Jahren in der Kita an der Gränitzer Straße betreut. "Das war nicht immer so. Mit der Wende ging die Kinderzahl rapide zurück", erinnert sich Anette Herold. "Im Jahr 2000 wurde ein Teil der Einrichtung abgerissen, weil es sich um einen Asbest-Bau handelte. Wir sind mit allen Kindern in die Krippe gezogen. Dort hatten wir genügend Platz, weil damals der Tiefststand von 13 Kindern erreicht war", so die Leiterin. Die Bedenken seien damals groß gewesen, ob man eine Kita überhaupt noch in Großwaltersdorf bräuchte. Aber dank Konzeptionsänderungen und der Integrierung von Hortkindern in der Kita, blieb die Einrichtung im Ort.

Dann kam der Geburtenanstieg: 2010 wurde angebaut, und die Kita erhielt wieder mehr Platz. Weil mit der Zeit der Platz in der Einrichtung für alle Hortkinder zu eng wurde und Kindergartenkinder aber einen Anspruch auf einen Platz in der Einrichtung haben, wurde 2017 eine Außenstelle in der obersten Etage der Grund- und Oberschule Eppendorf bezogen. "Dort können wir bis zu 25 Hortkinder betreuen", sagt die Leiterin.

Die "Regenbogen"-Erzieherinnen legen Wert auf Naturschutzprojekte und Traditionspflege. So werden Geflügelausstellungen im Ort besucht, die Kinder studieren Programme für Veranstaltungen mit Rentnern ein. "Wir haben guten Kontakt zur Feuerwehr, zu den Landfrauen oder auch zum Revierförster." Auch mit den Vereinen sowie den Unternehmen im Ort bestehe eine sehr gute Kooperation, man versuche bei Projekten immer, diese mit einzubeziehen, so Anette Herold. "Wir leben mit unseren Kindern die Traditionen im Ort."

Die Gemeinde Eppendorf investierte in den Spielplatzumbau 100.000 Euro, 60 Prozent davon fließen als Fördermittel aus dem Leader-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Eppendorf hatte einen entsprechenden Antrag beim Regionalmanagement mit Sitz in Gahlenz gestellt.

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