Stadt will 600 Jahre Schlosslinde feiern

Nicht nur ein alter Baum soll dieses Jahr in Augustusburg im Mittelpunkt stehen, wenn es die Pandemie zulässt. Ortsvorsteher Gottfried Jubelt möchte zudem ein Dutzend Schwibbögen kaufen.

Augustusburg.

Gottfried Jubelt hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen. Der 70-Jährige ist seit 2014 Ortsvorsteher der Stadt Augustusburg und zudem in mehreren Vereinen aktiv. Ob alle seine Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden können, hängt allerdings teilweise vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen Schutzverordnungen ab.

Am 6. Juni ist nach jetzigem Stand ein großes Jubiläum rund um die Schlosslinde geplant, die der Legende nach genau vor 600 Jahren gepflanzt wurde. "Träger der Veranstaltung ist das Schloss, wir helfen und unterstützen", sagt Jubelt, der mit "wir" den Ortschaftsrat und den Kulturförderverein meint. "Es gibt ein schönes Konzept. Unter anderen soll ein Konzert der Jungen Philharmonie Augustusburg stattfinden."

Auch das Fest "850 Jahre Schloss" rückt näher. Für das im Jahr 2022 stattfindende Jubiläum gibt es bereits sechs Arbeitsgruppen, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und dieses langfristig vorbereiten. Auch hier sehen sich Ortschaftsrat sowie der Kulturförderverein als unterstützende Helfer.

Ob das Eierrollen dieses Jahr am Ostersonntag Anfang April veranstaltet werden kann, steht noch in den Sternen. "Wir haben nichts dafür geplant", sagt Jubelt über die Veranstaltung in der Altstadt, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Verordnungen bereits ausfallen musste. Mit dem Maibaumaufstellen am 30. April verhält es sich ähnlich. "Die Planung sieht vor, nach dem Aufstellen des Maibaumes mit dem Fanfarenzug Richtung Hexenfeuer zur Mehrzweckhalle zu ziehen, so wie wir es vor einigen Jahren schon gemacht haben."

"Auf der Waldbühne ist für Anfang Juli wieder ein Theaterstück angesetzt", so Jubelt. Das Stück "Freilandhaltung" widmet sich dem unerschöpflichem Thema Mann und Frau und wird dieses in zwei Minidramen beleuchten. "Wir wollen natürlich gern in diesem Jahr wieder unseren Männelmarkt am 3. Advent durchführen. Vorgesehen ist ebenfalls, dass wir die gastronomische Betreuung zur Eröffnung des Adventskalenders übernehmen." Der Ortschaftsrat bietet seit einigen Jahren Roster, Speckfettbemmen sowie Glühwein und Kinderpunsch zu dieser Veranstaltung des Adventskalendervereins an.

"Im vergangenen Jahr ist mir aufgefallen, dass unser Stadthaus abends in der Adventszeit total finster ist", sagt Jubelt. Das soll geändert werden. "Mindestens ein Dutzend Schwibbögen wollen wir für das Stadthaus kaufen, damit dieses auch weihnachtlich beleuchtet ist", hat er sich vorgenommen. In diesem Zusammenhang denkt er auch über eine weihnachtliche Beleuchtung der Engen Gasse nach, die als historischer Zugang direkt zum Marktplatz führt. "Vielleicht spannen wir dort Lichterketten." Das Stadtwappen an der oberen Schlossstraße gegenüber der alten Apotheke, das gegenwärtig mit Blumen bepflanzt ist, soll im nächsten Frühjahr erneuert werden, sagt Jubelt. "Durch die Wurzeln und auch durch den Schatten der Bäume wachsen die Pflanzen nicht mehr. Wir haben im Stadtanzeiger einen Wettbewerb zum Thema Neugestaltung ausgerufen. Vorschläge werden noch gerne angenommen."

Über einen Schandfleck ärgert sich der Ortsvorsteher allerdings: der leere Platz der ehemaligen Gaststätte "Jägerhof" gegenüber der Tankstelle. Die Gaststätte wurde vor zwei Jahren abgerissen. "Egal von welcher Seite man kommt, man schaut ständig auf die beiden unschönen Giebel. Leider sind uns die Hände gebunden, was dieses Grundstück betrifft", sagt Gottfried Jubelt.

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