Typisches Bild einer Gemeinde

Gemeinderat gibt Bilanz grünes Licht

Niederwiesa.

Einstimmig stellten Niederwiesas Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Zusammenkunft die Korrektheit der Eröffnungsbilanz fest. Das für alle Kommunen im Freistaat verbindliche Zahlenwerk beinhaltet alle Vermögensgegenstände, Eigenkapital und Schulden der Gemeinde zum Stichtag 1. Januar 2012. Der Kassensturz ist zugleich Ausgangspunkt für den Jahresabschluss. "Der Bilanz wurde unser uneingeschränkter Prüfungsvermerk erteilt", teilte der externe Wirtschaftsprüfer Thomas Schmechel von der Komm-Treu GmbH Markkleeberg der Versammlung mit. Die Bilanz entspreche den gesetzlichen Vorschriften. Das Rechenwerk zeige das typische Bild einer Gemeinde. Niederwiesa verfügte demnach über gut 1000 Grundstücke. Mit 945 Euro pro Einwohner liege die Kreditbelastung jedoch über dem sächsischen Durchschnitt mit 680 Euro pro Einwohner.

Als "extrem schwierig" bezeichnete der Gutachter die im Gemeinderat umstrittene Bewertung der Kunstgegenstände. "Es wurden keine Kunstgegenstände außerhalb des Schlossparks Lichtenwalde aufgenommen", sagte Thomas Schmechel. Andere müssten nacherfasst werden. Zuvor hatte Gemeinderat Ulrich Wießner (CDU) angemahnt, dass zum Beispiel der Brandkataster Lichtenwalde und der Braunsdorfer Zettelstein nicht berücksichtigt worden seien. Zweifel äußerte Wießner auch hinsichtlich des Holzkreuzes auf dem gräflichen Friedhof.

Zudem tauchte die Frage auf, warum in der jetzigen Bilanz das Infrastrukturvermögen um 61.000 Euro höher ausfalle als bei der vorherigen Version. "Ursache dafür ist eine Neubewertung von Straßen", erläuterte Kämmerer Mirko Ott.

Da die Bilanz ohnehin noch durch den Rechnungsprüfungshof überörtlich geprüft werde, seien nachträgliche Korrekturen jederzeit möglich. "Naturgemäß verbleiben Fehler in einer solchen Bilanz", sagte Thomas Schmechel. Daher gebe es dieses geregelte Verfahren für Änderungen. Den Abgeordneten genügte das: Sie gaben der Feststellung einstimmig grünes Licht.

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