Urwahlantrag: Kreis-CDU will Basis mobilisieren

Mittelsächsischer Verband mit Antrag zum Kanzlerkandidaten an Leipziger Bundesparteitag

Flöha/Freiberg.

Mit ihrem Antrag auf Urwahl des nächsten Kanzlerkandidaten oder der nächsten Kanzlerkandidatin verbinden mittelsächsische CDU-Funktionäre die Hoffnung auf eine breite Basis für die Entscheidung. Mittweidas OB Ralf Schreiber sprach am gestrigen Freitag von einem "richtigen, mutigen, aber konsequenten Schritt". Schreiber, der seit 2015 CDU-Mitglied ist, sieht keine Gefahr, dass eine Urwahl ähnlich aufwendig sein könnte wie die Entscheidung um den SPD-Vorsitz. Beim Bundesparteitag der CDU am 22./23. November in Leipzig soll nach dem Willen des Kreisverbandes Mittelsachsen die Urwahl beschlossen werden. Wie Kreischef Sven Liebhauser (38) erklärte, hat der Kreisvorstand den Antrag zur Urwahl der nächsten Kanzlerkandidatin oder des nächsten Kanzlerkandidaten beschlossen. Die Union verspreche sich davon eine stärkere Mobilisierung und Einbindung der Parteibasis. "Neue Zeiten erfordern neue Wege", so der Döbelner.

Eine ähnliche Hoffnung setzt Liebhausers Stellvertreter, Andreas Graf, auf den Antrag. Der 45-jährige Merzdorfer möchte die CDU-interne Debatte durch ein Mitgliedervotum unterstützen. Natürlich treffen die gewählten Gremien weiterhin wichtige Entscheidungen, sagte der Lichtenauer Bürgermeister: "Aber in so einer entscheidenden Frage ist der Rückhalt der Mitglieder wichtig." (grit)

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