Verbraucherschützer kritisieren Sparkasse

Zschopau.

Prämiensparern schuldet die Erzgebirgssparkasse nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Sachsen mehr als 1,6 Millionen Euro. Im Einzugsgebiet der Auer Beratungsstelle seien 348 Fälle bekannt, in denen Sparer über die Jahre zu geringe Zinszahlungen erhalten hätten, sagte Beratungsstellenleiterin Simone Woldt. Die Kunden hatten Sparverträge mit variablem Zins abgeschlossen. Die Anpassung der Zinsen durch die Sparkasse sei zu gering ausgefallen. Woldt nannte das Beispiel einer Sparerin, die 4000 Euro zu wenig erhalten haben soll. André Leonhardt, Vorstandssprecher der Erzgebirgssparkasse, wies die Darstellungen zurück. "Im Einklang mit der jeweils aktuellen Rechtsprechung haben wir für Sparverträge transparente produktbezogene Zinsanpassungsklauseln umgesetzt und angewandt", sagte er. Er berief sich auch auf zwei Entscheidungen der Schiedsstelle des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Die Verbraucherzentrale prüft eine Musterfeststellungsklage gegen mehrere Sparkassen. (mu)

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