Von Mühlen und Paradiesbetten

Pünktlich zur Landesgartenschau hat die Arbeitsgruppe "Denkmaltag in Frankenberg" eine neue Broschüre herausgebracht.

Frankenberg.

Auf diese Arbeitsgruppe ist Verlass. Pünktlich zum Denkmaltag im September in Frankenberg geben die Geschichtsfreunde eine neue Broschüre heraus. Jahr für Jahr, und das nun schon seit 1998, als das erste Heft erschien. Diesmal musste alles etwas schneller gehen. Denn die "Denkmale in Mittelsachsen" genannte Broschüre beleuchtet Aspekte der geschichtlichen Entwicklung des Frankenberger Gartenschauareals. "Wir mussten uns etwas sputen", sagte Falk-Uwe Langer von der Arbeitsgruppe. "Aber das haben wir gern getan."

Sieben Autoren haben mit ihren Beiträgen dafür gesorgt, dass die 32reich bebilderten Seiten der Geschichtsbroschüre gefüllt sind. Das Heftchen ist ab 20. April, dem Eröffnungstag der Landesgartenschau, für 3,50 Euro zu haben, und zwar beim Ticketservice im Rathaus, im Stadtarchiv und in der Zeitschriftenhandlung Jach in der Schloßstraße 3. Kostenpunkt: 3,50 Euro. Die Auflage: 250 Exemplare.

Sascha Aurich

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Inhaltlich wird ein Bogen von den Mühlen der nah am Wasser gebauten Stadt Frankenberg über das Elektrizitätswerk bis zur "Alten Rothfarbe" am Auenweg gespannt. Annelore Börner und Klaus Burkhardt steuern Kindheitserinnerungen bei. Dr. Bernd Ullrich hat sich lange mit der Paradiesbettenfabrik und der späteren Lisema beschäftigt. "Kein Wunder, ich schlafe schließlich in Paradiesbetten", sagte er bei der Vorstellung der Broschüre am Donnerstag in Frankenberg. "Die Blumenhalle der Landesgartenschau ist im Prinzip der letzte Teil der Lisema-Fabrik", so der Autor. "Ich finde es eine tolle Sache, dass sie im Rumpf erhalten bleibt und als Erlebnismuseum Zeit-Werk-Stadt auch eine Zukunft haben wird."

Von 1847 an hatte die Produktion von Betten und den dazugehörigen Utensilien einen wichtigen Platz in der Stadt. Immerhin hatte das Unternehmen in Spitzenzeiten über 600Beschäftigte. 1995 wurde die Produktion eingestellt. Vorangegangen war die Eröffnung eines Gesamtvollstreckungsverfahrens. Falk-Uwe Langer und Bernd Ullrich halten am 7. September, 19 Uhr einen Vortrag in der Blumenhalle.

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