Warum Kreisverkehr und Huckelpiste warten müssen

In Oederan wird ab der kommenden Woche die Straße zwischen dem Ortsausgang und dem Ortsteil Hartha gebaut. Was viele Autofahrer wundert - denn andere Stellen sehen sie als viel problematischer an.

Oederan/Hartha.

Es ist eine der Einflugschneisen für Autofahrer und für den Lastverkehr, der aus dem Erzgebirge kommend zur Autobahn rollt: die Staatsstraße 201 von Oederan nach Hainichen. Ab der kommenden Woche ist ein großes Teilstück davon dicht. Für rund eine Million Euro lässt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Fahrbahn zwischen dem Ortsausgang und der Kreuzung am Gasthaus "Räuberschänke" erneuern.

Dass das in den Ferien geschieht, loben viele Autofahrer - wundern sich aber gleichzeitig darüber, dass nicht auch gleich das innerstädtische Teilstück saniert wird. Denn das ist ungleich mehr ramponiert als die restliche Strecke.

Oederans Bürgermeister Steffen Schneider (Freie Wähler), der sich nach eigenen Angaben in regem Austausch mit den Straßenbauämtern befindet, kennt den Grund dafür: "Der innerstädtische Teil muss grundhaft saniert werden, das kostet in der Vorbereitung und Durchführung mehr Zeit und am Ende auch mehr Geld", sagt der Rathauschef. Schneider ist, wie er sagt, auch gar nicht so traurig, dass die Hainichener Straße zwischen B 173 und Ortsausgang erst im kommenden Jahr auf dem Plan des Lasuv steht. "Unter der Straße befinden sich zahlreiche Leitungen, die für den Ausbau des Breitbandnetzes gebraucht werden. Auch der startet erst im kommenden Jahr so richtig durch."

Ähnlich verhält es sich mit dem geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung B 173/Gerichtsstraße. Auch diese Stelle gehört zur häufig genutzten Strecke zwischen dem Erzgebirge und der Autobahnauffahrt Hainichen - und zu den Unfallschwerpunkten der Region. Allein in diesem Jahr ist es dort zu mehreren teils schweren Unfällen gekommen, einer davon endete für eine Fußgängerin tödlich. Das Lasuv will den Bau eines Kreisverkehrs in dem Bereich deshalb beschleunigen, allerdings läuft noch immer die Entwurfsplanung. Die soll bis Ende September abgeschlossen werden. Mit einer Umsetzung der Baumaßnahme ist also frühestens 2019 zu rechnen.

Bis dahin schlängelt sich unter anderem die Umleitung der S 201 ab kommendem Montag an genau dieser Stelle vorbei nach Oberschöna und von dort über Frankenstein und Hartha. Bis Ende August sollen die Ausbesserungsarbeiten andauern - auf einer Staatsstraße, die gut befahrbar ist. Im Gegensatz zu anderen Straßen der Stadt. Die Pflasterstraße entlang des Marktes in Oederan zum Beispiel wurde schon von Studenten der TU Dresden untersucht, um Möglichkeiten zu finden, sie denkmalgerecht zu sanieren. Doch bevor etwas passiert, muss die Sanierung der Kreisstraße in Breitenau abgeschlossen sein, heißt es aus dem Landratsamt - also nicht vor Mai kommenden Jahres.


Oberschöna wird Nadelöhr

Spätestens ab dem 23. Juli wird Oberschöna zum Verkehrsknotenpunkt. Denn sowohl die Umleitung der S 201 (Oederan-Hainichen), die ab 16. Juli gebaut wird, als auch die Umleitung der gesperrten Chemnitzer Straße in Freiberg (ab 23. Juli Bau der Brücke über die Bahnschienen) führt durch den kleinen Ort.

Zwar treffen sich beide Umleitungsstrecken nicht, das Verkehrsaufkommen wird allerdings in sämtliche Richtungen zunehmen. Mehr Fahrzeit ist deshalb einzuplanen. (tre)

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