Wiederholung: Stars finden Idee super

Weltmeister gegen Olympiasieger: Das ungewöhnliche Duell in Großwaltersdorf traf die Nerven der Zuschauer. Eine Neuauflage könnte im Winter folgen.

Großwaltersdorf.

Werden sich Bahn-Weltmeister Maximilian Levy und Biathlon-Olympiasieger Michael Rösch einmal im mittelsächsischen Winter auf Ski (Rösch) und mit dem Mountain-Bike (Levy) auf Schnee messen? Eine Einladung des Skivereins Großwaltersdorf haben sie jedenfalls. Den beiden wurde während des Radrennens "Rund um Großwaltersdorf" dieser Vorschlag unterbreitet. "Die Idee ist super", sagte Rösch, der im Gegensatz zu Levy seine leistungssportliche Karriere bereits beendet hat.

Beide waren im Rahmenprogramm des Radrennens am vergangenen Sonntag erstmals im Eppendorfer Ortsteil gegeneinander angetreten. Levy konnte sich auf dem Bahnrad gegen Rösch (Skiroller) in drei Läufen auf der Straße und unter größter Zuschauerbegeisterung durchsetzen. Das Spektakel hatte ungewöhnlich viele Zuschauer angelockt, zudem wurden die beiden Athleten von den Gästen immer wieder um Gespräche, gemeinsame Fotos und Autogramme gebeten. Die Anwesenheit von Levy und Rösch wertete die Veranstaltung deutlich auf. "Ich bin seit rund 15 Jahren im Organisationsteam dabei. Aber so viele Leute habe ich hier noch nie gesehen", sagte Thomas Lippold, der Chef des RSV Chemnitz, der gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung Eppendorf und dem Ortschaftsrat Großwaltersdorf für den Renntag verantwortlich ist.


Es war vor mehr als drei Jahren, als Ortsvorsteher Andreas Strelow in das Großwaltersdorfer Radrennen frischen Wind brachte. Aus Sicht der Sportler hatte das 1971 erstmals ausgetragene Rundstreckenrennen nach wie vor einen großen Stellenwert, aber ein Zuschauermagnet wie früher war es längst nicht mehr. Strelow rief also zum Beispiel das Einheimischenrennen ins Leben, an dem nur Einwohner der Gemeinde Eppendorf an den Start gehen durften und forderte den Eppendorfer Bürgermeister Axel Röthling heraus. Zweimal war Strelow besser, doch bei der diesjährigen Auflage konnte sich endlich Röthling als Gesamtvierter vor dem Ortsvorsteher platzieren. "Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich seit rund fünf Monaten auf das Rennen vorbereitet. Die Entfernung von neun Kilometern waren grundsätzlich nicht das Problem. Vielmehr ging mir die Intensität, wie gefahren wurde, ganz schön in die Beine", gab Röthling zu.

Die Radsport-Meister der Herzen waren aber wieder einmal die Kinder. Unter Regie der Großwaltersdorfer Kindertagesstätte "Regenbogen" gingen sie mit ihren Laufrädern und Fahrrädern mit Stützrädern an den Start und sammelten sehr viele Sympathiepunkte.

Doch jetzt schauen die Organisatoren bereits auf die nächste Auflage. "In Großwaltersdorf haben sich fast alle mit der Radsportveranstaltung identifiziert, das Konzept kommt an. Der Dank gilt allen Helfern mit Andreas Strelow an der Spitze", sagte Röthling.

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